25.10.2022, Dienstag 19 Uhr | Insel lesen
Hanna Gagel
„So viel Energie. Künstlerinnen in der dritten Lebensphase“

Hanna Gagel
Aviva Verlag

Zum ersten Mal beleuchtet die Zürcher Kunstwissenschaftlerin Hanna Gagel das Phänomen der späten Schaffenskraft bei Künstlerinnen. Gerade in der um die fünfzig einsetzenden dritten Lebensphase sind viele bedeutende Werke von Künstlerinnen entstanden. Beispiele intensiver Kreativität und Produktivität, von Marianne Werefkin bis Niki de Saint Phalle, machen das Potenzial der späten Jahre, das »late life potential«, deutlich.

Hanna Gagel porträtiert Marianne Werefkin, Käthe Kollwitz, Helen Dahm, Sonia Delaunay, Hannah Höch, Georgia O’Keeffe, Louise Nevelson, Alice Neel, Lee Krasner, Louise Bourgeois, Meret Oppenheim, Verena Loewensberg, Agnes Martin, Maria Lassnig, Magdalena Abakanowicz und Niki de Saint Phalle.

Hanna Gagel ist 1935 in Bremen geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Soziologie. Sie arbeitete als Museumspädagogin und Dozentin. In ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit widmete sie sich vor allem Bildenden Künstlerinnen seit der Renaissance bis heute.

Worüber sie in ihrem Buch „So viel Energie. Künstlerinnen in der dritten Lebensphase“ schreibt, das hat sie auch selbst erlebt. Vielleicht war aber auch die Gesellschaft erst ab Mitte der Achtzigerjahre bereit, ihrem Forschungsthema, der Kunst von Frauen, mehr Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Gagel referierte und lehrte und publizierte endlich, worüber sie schon jahrelang geforscht hatte.

Heute lebt sie in Zürich.

Eintritt: 5 Euro/erm. 3 Euro

Beim Besuch der Ausstellungen und Veranstaltungen besteht eine FFP2-Masken-Empfehlung und Abstandsgebot.