Wir trauern um die Künstlerin
NÚRIA QUEVEDO
1938 – 2025

NÚRIA QUEVEDO

18. März 1938 geboren in Barcelona; gestorben 22. November 2025 in Berlin

1992 gehörte Núria Quevedo zu den Mitbegründerinnen der Berliner Fraueninitiative Xanthippe e. V., dem Trägerverein der Inselgalerie. Sie blieb unserer Galerie wie auch der ersten Leiterin Ilse-Maria Dorfstecher (1932–2020) sehr verbunden. Mehrmals beteiligte sie sich an unseren Ausstellungen. Eine vorbereitete Kabinett-Ausstellung ihrer Zeichnungen konnte wegen Einschränkungen durch die Corona-Epidemie nicht eröffnet werden.

Als Tochter republikanischer Emigranten war die 14-jährige Nuria Quevedo mit ihrer Familie 1952 von Barcelona nach Ost-Berlin übergesiedelt. Leben im Exil und die damit verbundene Entwurzelung wurden später Hauptthemen des malerischen, grafischen und illustrativen Schaffens dieser großen Künstlerin. Ihre eindringlichen, geradezu zeitlosen Werke bereichern in ihrer Einzigartigkeit die gesamtdeutsche Kunstlandschaft und sind in vielen Sammlungen vertreten: Akademie der Künste, Neue Nationalgalerie und Kupferstichkabinett in Berlin, Berlinische Galerie, Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen sowie Museum Ludwig in Köln, Galerie Neue Meister und Kupferstichkabinett in Dresden u. v. m.

Ab 1997 lebte und arbeitete Núria Quevedo sowohl in Berlin als auch in Sant Feliu de Guíxols in der katalanischen Provinz Girona. Noch 2018, in einem von Sonya Schöneberger geführten Interview sagte sie:
„Ich bin in Berlin heimisch geworden und gleichzeitig verstärkt sich das Heimweh.“

Zeichnung aus der Kopf-Hand-Folge, 1986. Feder, Tinte auf Papier, 32 x 34 cm

Zeichnung aus der Kopf-Hand-Folge, 1986.
Feder, Tinte auf Papier, 32 x 34 cm