16.04.–22.05.2021 | Vernissage: 15.04.2021, Donnerstag, 16 – 20 Uhr
Finissage: 22.05.2021, Samstag, 14 – 16 Uhr

Anja Kaufhold

ANJA KAUFHOLD 

Alexandra Weidmann

ALEXANDRA WEIDMANN 

1967
geboren in Braunschweig

1999 -2020
Studienreisen nach Zypern, Barcelona, Prag, Paris, Wien, Mallorca, Amsterdam, Singapur, Florida, Breslau und Istanbul

2002
Atelier in Braunschweig

2005-2008
Studentin der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

2007
Mitglied in der VG Bild Kunst

2008/2010
Artist in Residence im Künstlerhaus Jerxheim

2011
Atelier in Dresden-Striesen
Gründerin des Künstlertammtischs Dresden

2012
Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK) / KBD
Kuratorin der Gemeinschaftsausstellung Schichtwechsel
Projektleitung Erinnern für die Zukunft

2013
Artist in Residence in Polen
Mitglied im Neuen Sächsischen Kunstverein e.V.

2015
Artist in Residence in Schweden/ Malmö

Anja Kaufhold „Abtauchen“ Text Dr. Michael Wächter
Farbenreiche, fließende Formen oder tropfende Bläschen, die sich im Prozess des Auflösens zu befinden scheinen, zeigt die Künstlerin Anja Kaufhold in der Ausstellung Abtauchen. In ihren Arbeiten gehen Formen ineinander über und ergießen sich in ornamentalen Geflechten in den Raum, der in einem warmen Weißton oft undefiniert bleibt. Die Farben zerfließen und umfließen sich zugleich und scheinen sich tastend zu berühren. Abtauchen, das kann im landläufigen Sinn sowohl Verschwinden als auch Verstecken bedeuten, wie auch das Eintauchen in andere Sphären – seien es Bücher, Gedanken oder das Element Wasser. Ebenso wie der Begriff Abtauchen mit unseren Assoziationen spielt, so changieren ihre Werke zwischen Welten und leiten den Blick des Betrachters über den eigenen Horizont hinaus.
Die Künstlerin erschafft in ihren Arbeiten Gebilde, die sich im Prozess des Entstehens oder Ineinander Übergehens befinden. Ein unendlich erscheinender Fluss, ein freier Tanz aus Form und Farbe. Ein sich im Detail wiederholendes Spiel. Kleine strukturierte Flächen – zum Teil gepaart mit Schrift oder surreal anmutenden Figuren – Ornamente und Linien verlieren sich in Strudeln und Wirbeln und bilden sich in einem Schöpfungsprozess neu.
In den Szenerien sind die kräftigen Farbtöne Blau, Gelb, Grün und Rot in Kombination mit schwarzer Rahmung und Linienführung die prägenden Elemente. Die teilweise strengen Farb- und Formgrenzen vermischen sich bei wechselnder Betrachtungsperspektive mit weichen Übergängen und Farbverläufen. Farbmischungen werden erzeugt. Begrenzungen und Grenzen lösen sich auf. Die Künstlerin arbeitet mit dem Perspektivwechsel von Nah und Fern, von Groß und Klein sowie von Detail- und Gesamtansicht. Es ist wie ein dialektisches Spiel von Chaos und Ordnung.
Gerade durch das Aufbrechen von geordneten und zugleich einengenden Grenzen wird Harmonie freigesetzt. Es ist naheliegend, dass sich die Künstlerin in ihrer Arbeit durch Bewegung, dem Unterwegssein und Reisen inspirieren lässt. Das Motiv des Werdens und Vergehens ist in ihren Werken gleichermaßen präsent wie es in der Natur zu beobachten ist. Und ebenso scheinen sich die Form- und Farbflächen im Unendlichen zu verdichten, wieder aufzulösen und ineinander überzugehen.
Der Prozess der inneren, bunten Verwirrung und Bewegung wirkt durch die scharf angeschnittenen Kanten der äußeren Formen gesteigert. Die Farbgebilde, die an ferne Galaxien erinnern, vollführen eine Bewegung durch Raum und Zeit und der Betrachter wird regelrecht in die atmosphärische Bildwelt hineingezogen und taucht in eigene Gedankenräume ein. Es ergeben sich Fragen nach der Bedeutung des Seins, nach der Verortung in der Welt, nach Halt und Orientierung. Der Mensch ist zurückgeworfen auf die Kleinheit der eigenen Existenz, die in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden droht.
Dieses Kreisen um das eigene Sein, was von den Zeichnungen der Künstlerin angestoßen wird, hat ein gewisses meditatives Moment. Dennoch bleibt der Betrachter nicht im Stadium des Selbstzweifels gefangen, sondern weitet seine Perspektive.

2019
Leipziger Buchmesse, Stand Atelier Anja Kaufhold
Tag der Druckkunst, Atelier Anja Kaufhold Dresden
Galerie der Drewag, Dresden

2018
KunstgalerieHans, Dresden

2017
Offene Ateliers, Dresden

2016
Kunstraum Web.21, Görlitz
Offene Ateliers, Dresden
Kunstverein Meerane
Galerie der Ingenieurkammer Sachsen, Dresden

2015
Offene Ateliers, Dresden
Galerie der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG, Dresden
Kunstoffeninsachsen, Dresden

2014
Offene Ateliers, Dresden
Kunstoffeninsachsen, Dresden
diegalerie, Dresden

2013
Galerie der Kanzlei Lippert, Stachow & Partner, Dresden
Galerie Blaue Fabrik, Dresden

2012
Offene Ateliers, Dresden
Galerie artclub, Köln

2011
Offenen Ateliers, Dresden

2010
Tag des offenen Ateliers, Braunschweig 06.11.2010

1983
Abitur in Augsburg (Kunst als Leistungskurs)

1984 –92
Informatikstudium an der TU Berlin (Abschluss mit Auszeichnung)

1987 – 89
Privater Zeichenunterricht bei Ute Pleuger, Professorin für Malerei auf Burg Griebichenstein in Halle an der Saale

1989 – 90
Privatunterricht bei Keramikmeisterin Anne Menzel-Marx, Werkstattleiterin für Keramik an der Akademie in Stuttgart

1991
Gasthörerin der Radierwerkstätte der HdK, jetzt UdK Berlin

1992 – 98
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU und FU Berlin

1998
Beginn als freischaffende Künstlerin

2008
Aufnahme in den Bundesverband Bildender Künstler und in den Brandenburgischen Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler

Gedanken zu meiner Arbeit
Malerisch interessieren mich Farben und die Erzeugung der Illusion von Bewegung. Thematisch interessieren mich grundsätzliche Fragen des Menschseins, genauer das Spannungsfeld zwischen Konfrontation und Kooperation. Damit habe ich mich auseinandergesetzt in meiner Serie über Fußball. Momentan arbeite ich an der Darstellung von Szenen aus dem Familienleben. Daneben beschäftige ich mich immer wieder mit der Landschaft und mit Tieren.
Ich stecke viel Aufwand in den Entwurf. Meist stelle ich aus mehreren Fotos neue Situationen zusammen. Meine Bilder wirken auf den ersten Blick sehr heiter. Dies erreiche ich durch die Leuchtkraft der Farben, die in lasierenden Schichten auf sehr weiße Kreidegründe aufgetragen wird. Die Farben erscheinen sehr rein, da die Abtönungen durch andersfarbige übereinander gelegte Schichten erreicht werden.
Hockney* sagt: „Bilder übermitteln Botschaften, Bilder hatten Macht. Das ist auch heute noch so.“ Daran glaube ich auch. Ich möchte meine Bilder so verstanden wissen, dass beim genaueren Hinsehen Empathie entsteht.

(*David Hockney: Geheimes Wissen. Verlorene Techniken alter Meister wiederendeckt. Seite 15. Knesebeck Verlag, München 2001.)

2019
„Zuhause – Familienbilder“; Frauenmuseum Bonn

2019
„Werkschau“ in der Galerie Matze, Stockalperschloss Brig-Glis, Schweiz

2018
„TIER.LIEBE.MENSCH“ in der Galerie trafo.1+2+3, Regenmantel (Mark)

2018
„In Bewegung“ in den Räumen von Tanz & Art Rheinsberg e.V., Rheinsberg

2016
„Menschen – Tiere – Sensationen“, Kunstkate Kraatz

2016
„Drei Galerien ∙ Zwei Welten ∙ Eine Idee“ Galerie Trafo 1+2+3, in Reitwein, Regenmantel und Dolgelin

2016
„verliebt, verlobt, verheiratet, …“ in der Galerie K am Dienheimer Hof, Bad Kreuznach

2015
„Ein Tuch ist ein Tuch ist ein Tuch“ in der Galerie Art Consult, Berlin

2014
„Traum-Hochzeit“ in der Galerie TRAFO.1 in Falkenhagen (Mark)

2014
„Istanbul’un Resimleri“ (Bilder aus Istanbul), BauGalata, Istanbul, Türkei

2013
„Verliebt, verlobt, verheiratet…“ in der Dorfkirche zu Petzow (Werder) mit Förderung des Landkreises Potsdam-Mittelmark

2012
„Malerei trifft Fotografie“ Galerie B, Frankfurt (Oder)

2012
„SPORT.WETT.KAMPF!“ in der Galerie TRAFO.1 in Falkenhagen (Mark)

2012
„Zwiegespräch – farbiger Dialog mit schwarz-weiß Fotografie“ im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Potsdam

2012
„Kampf – Sieg – Niederlage“ Stadtgalerie Werder (Havel)

2011
„Landschaften“, Alte Bahnhofshalle Friedenau, Berlin

2010
„Malerei trifft Fotografie“ in der Dorfkirche zu Petzow (Werder) mit Förderung des Landkreises Potsdam-Mittelmark

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