17.01.2019-23.02.2019  |  Vernissage: 17.01.2019, Donnerstag, 19 – 22 Uhr  |  Finissage: 23.02.2019, Samstag, 15 – 17 Uhr

GRUPPE 20zwölf

Die Gruppe 20zwölf

bezieht sich im Namen auf ihr Gründungsjahr 2012. Es ist bis heute eine offene Gruppe von Berliner Künstlerinnen. Die in der aktuellen Konstellation aktiven Mitglieder gehören verschiedenen Generationen zwischen 80 und 40 an. Ihre persönlichen, historischen und künstlerischen Biografien bilden den Nährboden für den Austausch untereinander zu aktuellen und eigenen Kunstentwicklungen und für gegenseitige Inspiration. Darüber hinaus besteht das Anliegen der Gruppe darin, die Kräfte für eine stärkere öffentliche Präsenz zu bündeln, unabhängig von den jeweils eigenen Vorhaben. Unter den gemeinsamen Themen nimmt seit langem Spuren und Erinnerungen einen zentralen Platz ein. Es begleitet die Arbeit aller als ein project in process, das jede von ihnen immer wieder stilistisch und motivisch vorantreibt. Dieses Thema bildet den Hintergrund für die Ausstellung von wegen weg in der INSELGALERIE.

Eva Erbacher

EVA ERBACHER  

1953
geb. in Marburg a.d. Lahn

lebt seit 2012 in Berlin, davor 30 Jahre in Luxembourg

2004-08
Europäische Kunstakademie Trier

2007-12
Akademie für Malerei Berlin bei Ute Wöllmann

2010
Mitglied im Cercle Artistique de Luxembourg (CAL)
Gründungsmitglied der Produzentengalerie ROOT, Berlin

2012
3-monatiges Aufenthaltsstipendium des Landes Luxemburg an der Cite Internationale des Arts, Paris

 INK-INSIDE
Die farbigen und ineinandergreifenden Spuren sind entstanden durch das Miteinanderwirken von gezielt gesetzten Verläufen der Tuschen einerseits und einem teilweise physikalischen, also natürlichen Vorgang andererseits. Die so entstandenen Werke sollen Erinnerungen an Natur in seiner vielfältigen Erscheinungsform provozieren, wie zum Beispiel organische Zellen, bio-elektronische Netzwerke, Teile des Universums, pflanzliche Strukturen.

CLOUDS IV
Jede malerische Handlung hinterlässt Spuren. Die Wiederholung bestimmter Malaktionen verknüpft das Vergangene mit dem Hier und Jetzt. Ich wiederhole so oft, bis eine Sättigung eintritt. Einem Quantensprung gleich wird eine neue Ebene erreicht und das Bild fängt an zu schweben.
In der Gegenwart bleiben die Spuren der Vergangenheit deutlich sichtbar.

Ausstellungen (Auswahl):

2018
„splashes and dots“, Galerie ROOT mit Harald Pompl, Skulpturen
„Artists from Berlin“, Galeria d’art ANQUIN’S, Reus, Spanien
„Exploring Abstraction“, Galerie New German Art, Den Haag

2014
Art Karlsruhe
‚gold.gelb‘, Galerie ROOT, Berlin (E mit Birgit Ginkel)

2013
ART.FAIR Köln
velivoli – „die Kunst abzuheben“ Galerie Root, Berlin (E mit Christoph Primm)
ROOT @ pack of patches, Jena

2012
Open Studio, Cite Internationale des Arts, Paris
Chateau de Bourglinster, Luxembourg

2011
„alles schwebt’“ Galerie ROOT, Berlin (E)
„Pieces of Heaven“, Galerie ROOT, Berlin (E)
Munich Contempo
Cutlog Paris
Berliner Liste

2010
Chateau de Bourglinster, Luxembourg

2009
Art Internationale Zürich, Zürich
Salon CAL, Luxembourg

2008
Chateau de Bourglinster, Luxembourg
Art  Salzburg
Salon CAL, Luxembourg

2007
Chateau de Bourglinster, Luxembourg
Art.metz 7, Metz
Art Zürich, Akademie für Malerei, Berlin

2006
Salon CAL, Luxembourg

Brigitte Henker-Hansmann

BRIGITTE HENKER-HANNSMANN 

1943
geboren in Dresden

1962-66
Grundausbildung als Graphikerin am Staatlichen Lehrinstitut für Graphik, Druck und Werbung in Berlin-West

1966-71
freiberufliche Tätigkeit als Graphikern

1972-85
Ausbildung als Erzieherin, Zusatzausbildung in der Heilpädagogik und Maltherapie

1972-2006
in sozialtherapeutischen Einrichtungen tätig

2006-08
freiberufliche Tätigkeit als Kunsttherapeutin

2008-11
Mitarbeiterin in der Galerie Futura in Berlin-Friedenau

2009-10
Studium an der Akademie für Malerei Berlin in der Klasse von Ute Wöllmann

2010-14
Studium an der Akademie für Malerei Berlin in der Klasse von Andreas Amrhein

2014
Abschluss des Studiums und Ernennung zur Meisterschülerin von Andreas Amrhein

lebt und arbeitet in Berlin

Spuren sind für mich wie Spuren im Sand, die Abdrücke hinterlassen. Erinnerungen empfinde ich wie Spuren in der Seele.

KOPF-ART
Diese Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich zwischen Kommen und Gehen, In-die-Welt-Kommen und Sichtbarwerden, Aus-der-Welt-Gehen und Unsichtbarwerden. Dieser Lebensweg hinterlässt Spuren und Erinnerungen. In meiner seriell angelegten Arbeit spiegelt sich durch die Aneinanderreihung der Kopfbilder das Wechselspiel seelischer Gefühlswelten wider. Dieser Ausdruck wird verstärkt durch Reduktion auf das Wesentliche und das Weglassen einer realistischen Formensprache.

KOPFGEBURTEN
setzen sich aus verschiedenen Materialien wie Holz, Draht, Nägel und Metallteilen zusammen. Als Objekt-Kompositionen haben sie eine spielerische Gestalt gefunden, die noch Spuren ihrer ursprünglichen Funktionalität zeigen.

2017
‚Zwischen Welten‘, Galerie Remise, Berlin, (E mit Ingrid Harks-Hanke)

2016
Ausstellung von graphischen Arbeiten für eine Buchpräsentation, Berlin
‚Zwischen Welten‘ mit Michael Lachmund und Thomas van der Linde – L’Atelier d’Ete, Wustermark OT Priort.

2015
‚Malerei, Frottage, Graphik‘, Galerie Ko, Berlin

2014
‚Nr. 93‘, Präsentation der EINBLATTDRUCKE Nr. 75–100, PalmArtPressGalerie, Berlin
‚Erinnerungen‘, Galerie Remise Moabit
‚Akte II / Zeichnen in Friedenau‘, Kunstkammer Berlin-Friedenau
öffentliche Präsentation zum Abschluss des Studiums, Akademie für Malerei, Berlin, (E)

2013
‚konkret und losgelöst‘, Malerei und Zeichnung, Galerie 8 Tauben, Berlin-Buch (E mit Silvia Sinha)

2013
Studentenausstellung, Akademie für Malerei Berlin

seit 2012
jährliche Teilnahme an der Südwestpassage Kultour, Berlin-Friedenau

2012
öffentliche Präsentation zur Aufnahme in das Masterstudium, Akademie für Malere,i Berlin (E)
‚Erinnerte Landschaften‘, Galerie Artacta, Berlin-Moabit

2010
‚Fünf Jahre Akademie für Malerei Berlin‘, Studentenausstellung
Öffentliche Präsentation zur Aufnahme in das Hauptstudium, Akademie für Malerei, Berlin, (E)

2009
‚Studenten stellen aus‘, Akademie für Malerei, Berlin

Inge Kaspar-Böhm

INGE KASPAR-BÖHM 

1937
Geboren in Königsberg/Ostpreußen

1955-58
Studium Darstellende Kunst Mozarteum Salzburg

1960-80
Familienphase (3 Kinder)

1980-88
Studium der Malerei

1990-94
Studium der Bildhauerei

1994
Stipendium, Art Studio Center, Johnson State College, Vermont, USA

1990/96
Sommerakademie, Hochschule d. Künste/Berlin

1992
Gründungsmitglied der Gruppe NEUN2

2012
Gründungsmitglied der Gruppe 20zwölf
Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler, BBK Berlin e.V.

Mitglied im NGBK, Berlin
lebt und arbeitet in Berlin

Material Gips, Sand, Asche ist und war immer die Basis für den Aufbau meiner Bilder.
In den letzten Jahren sind Reste (Remnants) dazugekommen, Dinge mit Arbeits- und Vergänglichkeitsspuren, die dem Papierkorb vorbehalten waren  und daraus entstanden in den letzten Monaten meine sogenannten Remnants I-III, und schließlich meine Collagen mithilfe von Herbstlaub „Abschied vom Sommer“ und „Herbstsonate“.
Schon als Flüchtlingskind aus Ostpreußen und in den folgenden Nachkriegsjahren war Resteverwertung ein Muss in meinem Leben. Wir kleideten uns in Reste, unsere Ernährung bestand oft aus Resteverwertung vom Vortage, wir spielten mit Resten, die wir auf Trümmerbergen fanden. Insofern sind meine Remnant-Bilder eine kleine Hommage an diese Zeit und eine Aufforderung an die heutige Wegwerfgesellschaft, sich ganz schnell zu besinnen.

AUSSTELLUNGEN UND BETEILIGUNGEN  (Auswahl)

2017
RETROSPEKTIVE, Zellermayer-Galerie, Berlin (E)

2016
Ich ist ein anderer, KunstRaum Ko, mit Ernst-Georg Wimmer

2014
Widerhall der Stille, KunstRaum Ko, mit Ute Wennrich

2013
KUNST leben, Galerie-Kirche auf dem Tempelhofer Feld (E)

2011
Formen Farben Zeichen KunstRaum Ko, Berlin, (E)                     

2007
Eingefangene Lyrik, Remise DEGEWO, Berlin-Pankow (E)

2004
NewYork meets Berlin mit B.Bachner u. S. Parriott, New York
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin

2001
III. Biennale Internazionale Del Arte Contemporanea, Florenz

Sigrid Klammer

SIGRID KLAMMER

Alles geschah/geschieht in Berlin: Geburt, Ausbildung, leben und arbeiten.

1957-61
Studium der Kartografie mit Diplom-Abschluss

1970-2000
Ölbilder, Aquarelle, Collagen, Materialbilder, Radierungen, Fotografien

seit 1981
Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Berlin (BBK)

1986-88
Studium an der Hochschule der Künste Berlin (HDK, jetzt UDK),
danach Kurse, Seminare, Privatunterricht

seit 2004
Wechsel zum Dreidimensionalen: Arbeiten mit Fundstücken und unterschiedlichen Materialien, Bildhauen in Stein, konzeptuelle Arbeiten, Installationen

seit 2009
Arbeiten mit ofengeformtem Glas

seit 2011
Mitglied bei ’sculpture network‘

2016
Recognition Prize PALM ART Award

Die Arbeiten mit Trümmerberg-Scherben sind ein Teilbereich (Werkgruppe) meines Schaffens. Sie sind das Ergebnis oder die Formgebung von persönlichen Kindheits-Erlebnissen. Einer meiner Spielplätze war eine Ruine direkt gegenüber ‚meinem‘ Wohnhaus.
„Trümmer sind der Beginn einer Wiedergeburt.“ Anselm Kiefer
Trümmerberge heißen die Hügel aus Trümmern der im II.Weltkrieg zerbombten Häuser.

TRÜMMERBLUMEN
Die von mir jahrelang auf fast allen Trümmerbergen Berlins gesammelten Scherben sind nach Arten sortiert aufbewahrt und zu jeder Zeit für eine lose Legung verfügbar. Weil die Scherben nicht fixiert werden kann jede Legung durch den Raum und meine innere Gestimmtheit anders ausfallen. Jedes „Erblühen“ ist ebenso einmalig wie das der Blumen.

GLÄSERNE ZEUGEN
Die Gläsernen Zeugen habe ich auf Berliner Trümmerbergen gefunden. Es sind Glasscherben, die in der Glut brennender Häuser während des II. Weltkrieges geschmolzen sind.

2018
„Internationale Glaskunstausstellung“, Kulturzentrum Zwiesel, Niederbayern

2017
„Trevisian International Art“, Madrid

2016
„Internationale Glaskunstausstellung“ Kulturzentrum Zwiesel, Niederbayern

2015
„Spuren und Erinnerung“, KunstRaumKo, Bln.-Tempelhof
„Caputh-Kunsttour“, mit Bildern von Oda Schielicke im Gemeindehaus Caputh (E)
„positionen in glas und holz“, mit Joachim Noack bei ART-consult, Bln.-Kreuzberg (E)

2014
„Internationale Glaskunstausstellung“ Kulturzentrum Zwiesel, Niederbayern
„Fokus und Resonanz“, Begegnung von 24 chinesischen und 5 deutschen BildhauerInnen,  Berliner Freiheit, Bln.-Mitte
„small monuments“, Schloss Hamburg-Bergedorf mit anschließenden Ausstellungen in den Galerien Mueller-Petzina, Lübeck und Mucha, Schwarzenbek

2013
„Artgeschoss – Kunst in der City“, ehem. Karstadt-Kaufhaus, Wolfenbüttel
„Elemente-Gleichgewicht-Schwerkraft“, Kunstgießerei Flierl, Bln.-Weißensee

2012
„bac 1st“, Löwesaal, Bln.-Moabit
zum „Tag des offenen Denkmals“, Trümmerblumen-Legung, ehem. Abhörstation Teufelsberg Berlin
„kunst-werk-raum“, Kunstquartier Bethanien, Bln.-Kreuzberg
„Mein Blau“, Kulturbrauerei, Bln.-Pankow

Carolin Koch

CAROLIN KOCH 

1974
geboren in Siegen

1997
Gesellenbrief zur Goldschmiedin

2004
Design-Diplom, FH Münster

seit 2009
selbständige Designerin und freischaffende Künstlerin

Mein „Gold“ liegt auf der Straße, findet sich in Gebrauchsgegenständen, in der eigenen Schublade und im scheinbar alltäglichen Sammelsurium dessen, was wir objektiv als Ausschuss ansehen. Subjektiv betrachtet hat alles seinen ganz individuellen Wert, nämlich den, den jeder ihm geben möchte.

BLECHBÄNDER I – III
Im Zuge der Umbaumaßnahmen der Neuköllner Karl-Marx-Straße fand ich an den entsprechenden Baustellen zahlreiche – der Witterung ausgesetzte – Blechbänder. Sie dienten dem Zweck des Zusammenhaltens von Materialien, die auf Paletten angeliefert wurden. Das Holz des Rahmens hat ebenfalls Geschichte: 30 Jahre gelagertes Eichenholz eines VEBs (Volkseigener Betrieb/DDR) aus dem Vogtland, vorgesehen für die Produktion von Musikinstrumenten.

K(L)AMMERSPIEL
Die alten Holzwäscheklammern stammen vermutlich aus den 30er oder 40er Jahren.
Produktionsprozess der Klammern: Aus einem rechteckigen Holz wurde ein keilförmiger Teil heraus geschnitten. Durch den Trocknungsprozess verzogen sich die Stücke teilweise. Jede Klammer hat ihren eigenen Charakter, fast menschlich. Manch eine scheint ihr Bein zum Tanz zu heben. Nach einem konkreten Auftrag gab es insgesamt drei dieser Objekte. Der Zufall mischte die Zusammensetzung der Klammern. Etwa 65 davon befinden sich in jedem Kasten.

2017
‚Kunstwechsel‘, Siegen

2017
‚Solo Orchester‘, Galerie 23, Gießen

2017
Praxis an der Oper, Berlin-Charlottenburg
‚S-Chatten‘, 48 Stunden Neukölln, Berlin-Neukölln
Paulinas Friends, Berlin-Mitte

2016
‚Hirn meldet Hunger‘, 48 Stunden Neukölln, Berlin-Neukölln
‚MixedMedia‘, Galerie 23, Gießen

2015
‚Der Vergangenheit ein Schnippchen schlagen‘, 48 Stunden Neukölln, Berlin Neukölln
‚Wachgeküsst‘, Kanzlei Hinds&Kollegen, Berlin Charlottenburg
Ausstellung bei Franziska von Woyski, Berlin-Charlottenburg

2014
‚whatulookinart‘, ART Space PO72, Berlin-Mitte
‚Trashures‘, SevenStarGallery, Berlin-Mitte
‚Hornbostel Contempory‘, Neues Wohnen, Berlin-Prenzlauer Berg, E

2013
‚Elemente, Schwerkraft, Gleichgewicht‘, Kunstgießerei Flierl, Berlin-Weißensee

2010
‚Lichtspiele‘, Galerie Gondwana, Berlin-Schöneberg, E mit Inga Altenkirch
‚Offene Ateliers‘, Gast bei Hans Jörg Mettler, Kreativfabrik, Berlin-Wilmersdorf

2009
’48 Stunden Neukölln‘, Berlin-Neukölln
‚Nacht und Nebel‘, Galerie Michaela Helfrich, Alte Kindl-Brauerei, Berlin-Neukölln

2008
‚Tatort Kunst‘, Hawerkamp, Münster
‚Offene Ateliers‘, Hawerkamp, Münster

Almyra Weigel

ALMYRA WEIGEL 

1964
geboren in Prienai, Litauen

1987-93
Studium am Kunstinstitut Kaunas, Kunstakademie Vilnius, Textilabteilung, Litauen

1993-2001
Lehrende Oberassistentin am Kunstinstitut Kaunas, Kunstakademie Vilnius

1997-2001
Dozentin für Textile Kunst an der Kunstakademie von Litauen

ab 2001
lebt und arbeitet in Berlin

seit 2002
Dozentin für Textile Kunst

Ich beschäftige mich mit Grundsätzlichem, mit Fragen des existentiellen Daseins im Privaten wie im gesellschaftlichen Umfeld

UNSER TÄGLICH BROT
Die Schürze  dient der traditionellen, litauischen Tracht. Sie stellt hier ein wichtiges Kleidungsstück mit großer symbolischer Bedeutung dar, da sie nicht nur den Körper der Frau vor Schmutz, sondern auch ihre Seele vor den negativen Kräften und Einflüssen der Außenwelt schützt. Doch indem die Schürze das unter ihr Verborgene von ihrer Umgebung abgrenzt, nimmt sie gleichzeitig die Außenwelt in sich auf. Über die Schürze reflektiere ich geschlechtsspezifische Überlegungen ebenso wie die Fragen nach unserem zeitgenössischen Weltbild und Weltbezug. Fragen, in denen es um den Balanceakt von Tradition und Moderne, um sein prekäres Verhältnis zueinander geht und letztlich um das Tasten und Suchen nach der eigenen schlüssigen Lebensform zwischen Intellektualität und Naturhaftigkeit.

Ausstellungen (Auswahl)

2017
„Licht und Schatten“, Galerie Arka, Vilnius, Litauen
„Nachrichten aus zweiter Hand“, Kunstverein Dahlenburg (E)
„Lithuania Now“, Gruppenausstellung, D- Contemporary, London, Großbritannien
„Abhörkanal“, Installation, Atelierhaus Schön-13, Berlin
„OXYMORA“,  Gruppenausstellung, Baumwollspinnerei, Leipzig

2016
17. Gelderner TurmStipendium. Wasserturm am Banhof
„SOTUS“, Installation und Tanzperformance, Eröffnungsveranstaltung „48 Stunden Neukölln“ m. d. Tanztheater
AURA, Körnerpark, Berlin
„Interpretaciónes TEXTiles: ENTERO“, Casa de la Cultura, Maracena – Granada, Spanien
„Komm in die Zeitung !“, Einzelausstellung – Installation, Atelierhaus Schön 13, Berlin

2015
„Keliaujančios raidės / Travelling letters“, Gruppenausstellung, Ausstellungsraum Titanikas, Vilnius, Litauen
‚zeitweise sesshaft – Positionen aus Berlin Neukölln‘, Alte Synagoge, Görlitz

2014
„Bewölkt mit Aufhellungen“, Gemäldegalerie Kaunas

2013
„Bin ich, wer ich bin?“, Projekt mit dem Tanztheater Aura aus Litauen
„Rollenbilder“, Konrad-Adenauer-Stiftung, Riga, Lettland (E)

2012
„Auf dem Weg“, Litauische Botschaft, Berlin (E)

2011
8. Internationale Kunst-Biennale, Kaunas, Litauen
Galeria X, Pressburg, Slowakei (E)

2010
Galerie mare Liberum, Hamburg (E)
„auf + ab“, Europa im Dialog, Seifenfabrik, Lauterach, Österreich
„Working Girls“, Swarovski Flagship Store, Wien, Österreich (E)

2009
„Zeitgenössische Kunst aus Litauen“, Sammlung Aichhorn, Salzburg, Österreich
Kuratorin der Sonderschau „Moderne Textilkunst des Baltikums“ auf der Creativa, Dortmund

2008
Kuratorin der Ausstellung „Textile Kunst aus Litauen“, Frauenmuseum, Bonn

2007
„Der Blick hinter-unter-durch die Schürze“, Galerie Akademija, Wilna, Litauen (E)

2006
„Lichtgestalten“, Kunstraum t27, Berlin

„Werkschau ’06“, Schillerpalais, Berlin

2005       „Blacklight Gallery 2005“, Schwarzlichtkunstausstellung, Berlin

„Junge Textilkunst aus Litauen“, Körnerpark Galerie, Berlin

Ute Wennrich

UTE WENNRICH 

1951
geboren in Augsburg

1968-78
Tischlerlehre, Innenarchitektur- und Architekturstudium an der HDK Berlin, Diplom

seit 1978
als Architektin tätig

seit 1989
tätig als bildende Künstlerin, Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit: Auseinandersetzung mit Raum und räumlichen Strukturen, die mit bildhauerischen Mitteln im Form von Collage, Assemblagen und räumlich bezogenen Objekten umgesetzt werden

seit 2003
kommt die Gestaltung von Objekten mit Glasperlen hinzu

lebt und arbeitet seit 1972 in Berlin

AMULETT – VORBILDER
ist eine Hommage an meine künstlerischen Vorbilder. Die Hüllen dieser Amulette bestehen zwar alle aus den gleichen Materialien, sind aber sehr unterschiedlich gestaltet und Ausdruck der Gedankenspuren, die die verehrten Künstler bei mir hinterlassen haben. Aufgeklappt offenbaren die Amulette ihre inneren Kostbarkeiten, sie sind Zeichen und Andeutungen zum Werk der Vorbilder.

BUCHINSTALLATION
Die Buchinstallation besteht aus Büchern, die nicht mehr lesbar sind. Bestenfalls lässt sich anhand noch erkennbarer Titel erinnern, um welchen Inhalt es sich dabei handelte. Das Buch besteht aus pflanzlichem Stoff  -Holz-  und wurde mit einem tierischen Stoff -Knochenleim-  verschlossen. Beide sind den natürlichen Verfallsprozessen anheim gegeben und gehen in den Stoffkreislauf unserer Erde ein. Damit verschwinden die Ideen, Geschichten die dort archiviert waren. Zugleich verweist diese Arbeit auch auf den Umbruch ins digitale Zeitalter, in dem zukünftig „Bücher“ nur noch als Informationen in clouds gespeichert werden.

Ausstellungen (ab 2000 und Auswahl)

2018
‚Licht V‘, Galerie m beck, Homburg/ Saar
‚Identity‘, Beteiligung  6th Riga International Textile and Fibre Art Triennal, Riga, Lettland
‚PAPIER + PERLEN‘ (mit Heike Berl), altelierhof werenzhain, Niederlausitz/ Brandenburg

2017
‚Kult im Wandel‘, Villa Kult, Berlin
‚ Light and Shadow‘, Galerie Arka, Vilnius, Litauen, (E mit Almyra Weigel)
‚Im Schatten des Lichts‘, Wassergalerie, Berlin

2016
‚noir‘, Arbeiten 1993-2013‘, Kunstraum Ko, Berlin

2014
‚l a mujer – exposicion colectiva de las mujeres artistas‘, Centro de interpretación del Agua y la Luz, Spanien
‚Widerhall der Stille‘, Galerie KunstRaum Ko, Berlin (E mit Inge Kaspar-Böhm)
‚AKTionale II. Das nackte Sein‘, VBK und Galerie der Kunstgießerei Flierl, Berlin
‚Moteys Mene: SPALKA‘, Kaunas, Litauen

2013
‚Kunst to go‘, Galerie KunstRaum Ko, Berlin
‚Von Einzellern und anderen merkwürdigen Wesen‘, Galerie KunstRaum Ko, Berlin

2013
‚Elemente-Schwerkraft-Gleichgewicht‘, Galerie der Kunstgießerei Flierl, Berlin

2012
‚Ornament‘, Galerie KunstRaum Ko, ‚Berlin

2008
‚Rückblick – 10 Jahre pro arte vivendi, Galerie G, Olomouce, Tschechische Republik
Galerie BALTA, Kaunas, Litauen

2005
‚Ort des Gedächtnisses‘, Galerie Sternberk und Galerie G, Olomouce, Tschechische Republik

2000
‚Raum der verdichteten Zeit‘, Loft 36, Berlin (E mit Peter Wißmann)

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