Musik und Lesung mit Barbara Thalheim

Kategorie: 2011, Veranstaltungen

12.03.2011, Samstag, 17 Uhr

„Vorm Tod ist alles Leben“

mit Bildern von Linde Kauert

Das aufwändig gestaltete Kunst-Buch der Edition Zwiefach mit Songtexten, Noten und Essays erscheint zur Leipziger Buchmesse 2011. Vorpremiere ist die Veranstaltung in der Inselgalerie.

„Leben heißt, die Melodie des eigenen Lebens zu singen.“ Lawrence LeShan

Seit 40 Jahren singt Barbara Thalheim die Melodien ihres Lebens. Die Entwicklung der in Leipzig geborenen Berliner Sängerin kann man an Liedtiteln ablesen. Die Berufung zur Liedersängerin war ein Auflehnen gegenüber ihrer vorherrschenden Kindheitserfahrung, dem Versagen. Mit Kreativität erfand sie kuriose Geschichten, um nicht als Versagerin zu gelten. Hausbrände, Kellertreppenstürze, umgestürzte Bäume und Mordversuche mussten u. a. für das Fernbleiben bei einer Mathematikklausur oder der Sportprüfung herhalten.
Mit Achtzehn erschienen ihr die eigenen Lieder als Ausweg. Und so ist das Singen zu ihr gekommen… Sie sei eine rare Mischung aus kreativer Emotion und analytischer Ratio, schrieb der Publizist Günter Gaus. Sie selbst empfindet sich eher als emotionsgesteuert mit fehlender Fähigkeit zur Ratio.

Lyrik und Musik mit Julia de Boor

Kategorie: 2011, Veranstaltungen

°Zwiegespräche°

17.02.2011, Donnerstag, 19.00 Uhr

Eine musikalisch-lyrische Annäherung an die Lebenswege dreier Menschen, denen sich Julia de Boor in ihrer Liebe zur Literatur verbunden fühlt.


„Immer wieder will ich für sie ein Licht anzünden. Immer wieder!“

Mit den Lebenswegen von Anne Frank, Selma Meerbaum-Eisinger und ihrer Großtante Lisa de Boor fühlt sich die junge vielseitige Künstlerin Juliane de Boor literarisch verbunden. Die Tagebuchaufzeichnungen und Gedichte der drei Mädchen und Frauen sind der rote Faden, sich mit dem Datum 9. November 1938 zu beschäftigen, dieser grauenvollen Nacht für die Juden in Deutschland.
Julia de Boor entwickelte daraus eine lyrisch-musikalische Gedenkfeier – mit eigenen Gedichten und Musik. Traditionelle Melodien verfangen und verfugen sich variieren und verschwinden wieder. Dem Zuschauer bleibt Gelegenheit, die Wirkung von Worten aus jener Zeit nachzuspüren.

Finissage

Kategorie: 2010, Veranstaltungen

18.12.2010, Samstag, 16.00 Uhr

Zur Finissage der 176. Ausstellung »in memoriam: Lizzie Hosaeus« veranstalten wir einen lyrischen Jahresausklang
»sich finden…« mit Julia de Boor und Cathrin Pfeifer.

Julia de Boor

Julia de Boor

Julia de Boor – Schauspielerin, Sprecherin, Moderatorin, Musikerin, Dichterin
1971 in Frankfurt/Oder geboren, zwei Kinder
1990 Abitur in Eisenach
1990-92 Souffleuse am Theater Nordhausen
1999-02 Schauspielschule Theaterwerkstatt Berlin
2002-04 Schauspielerin amTheater Morgenstern, Berlin
2006-07 Lyrik-Fernstudium an der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, Gräfelfing
seit 2004 diverse eigene & fremde Produktionen: u.a. Kindertheater, Chanson- & Lyrikprogramme, Hörspiele, Cello-Begleitung
2009 Gründung des eigenen künstlerischen Unternehmens »Julia de Boor – Theater Vielfalt«

Cathrin Pfeifer
1962 in Berlin geboren
mit 9 Jahren erster Akkordeonunterricht
1981-85 klassisches Akkordeonstudium an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler«, Berlin
seit 1987 freischaffende Musikerin

Cathrin Pfeifer

Cathrin Pfeifer

Engagements an verschiedenen Theaterhäusern wie Friedrichstadtpalast Berlin, Theater des Westens, Deutsches Theater, Berliner Ensemble, Theater Konstanz, Theater Zittau, Hans-Otto-Theater Potsdam.
Sie schrieb Filmmusiken, z.B. für den Film »Nachtgestalten« von Andreas Dresen. War international mit dem amerikanischen Jazzsaxophonisten Steve Lacy unterwegs. Die bekannte ostdeutsche Rockband KEIMZEIT holte sie als Tournee-Gast.
Sie machte Erfahrungen mit Klezmer, griechischer, nubischer, brasilianischer, argentinischer Musik. Außerdem hatte sie Berührungen mit Avantgarde, Neuer und Experimenteller Musik. Seit 1994 hat sie ihre eigene Band, in der hauptsächlich ihre eigenen Kompositionen gespielt werden.

Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten, Künstlerinnenprogramm

Eintritt: 4,- / erm. 3,- €