Ruth Koren
22.03.2011, Dienstag, 19 Uhr
“Der kleine Vogel heißt Goral” von Ruth Koren
Eine jüdische Familiengeschichte
„Sie haben ein Werk von hohem menschlichen Wert geschrieben, Ihre Fähigkeit, eine sehr persönliche Geschichte von Herz zu Herz zu übertragen, wird Ihnen auch den Weg zum Leser öffnen.“
Roman Friste
In diesem Buch erzählt die 1948 in Berlin geborene Ruth Koren eindrucksvoll und bewegend die Geschichte ihrer jüdischen Familie.
Die Großmutter Emma Rachel Schull heiratete Ende des 19. Jahrhunderts in Leipzig den Altmetallhändler Hersch Freier und gebar ihm elf Kinder. Leo, der Vater der Autorin, erzählte ihr von seiner Kindheit in der Leipziger Münzgasse und von der Nazizeit, in der die Großfamilie auseinandergerissen wurde.
1969 wanderte Ruth Koren nach Israel aus und bekam nach ihrer Heirat 1970 drei Kinder. Zum Schreiben kam sie erst spät. Sie folgte den Spuren der Familienmitglieder, die rechtzeitig vor den Nazis nach Palästina flüchten konnten und den fünf Geschwistern ihres Vaters Leo, die mit ihren Familien in den Lagern der Nazis ermordet wurden. In dieser Chronik beschreibt Ruth Koren aber auch ihre eigene Geschichte, von Flucht und Heimatlosigkeit, ihrer Emigration nach Israel und ihr Leben dort.