Evelyn Steinthaler

Kategorie: 2012, Veranstaltungen

16.05.2012

“Morgen muss ich fort von hier. Richard Tauber: Die Emigration eines Weltstars”

Evelyn Steinthaler liest aus ihrer Tauber-Biographie.

Der Tenor Richard Tauber wurde in den 1920er Jahren „König von Berlin“, das deutsche Publikum lag ihm zu Füßen und bald schon sahen die Nationalsozialisten Tauber als Gefahr für das deutsche Kulturgut. Tauber liebte die Inszenierung seiner Auftritte, riss die hohen Mauern zwischen E- und U-Musik nieder und wurde der erste internationale Popstar des 20. Jahrhunderts.
Er wurde im März 1933 aus Deutschland ver vertrieben und verlor 1938 mit dem „Anschluss“ Österreichs an Hitlerdeutschland seine eigentliche Heimat. Er wurde Opfer der niederträchtigen NS-Propaganda, die bis heute nachwirkt.
Taubers Emigrationsgeschichte ist eine außergewöhnliche, dabei ist sie beispielgebend für den Umgang der Nazis mit den „Kulturjuden”.


Evelyn Steinthaler, 1971 in Klagenfurt/Celovec geboren, lebt und arbeitet in Wien.
Studium Kommunikationswissenschaften, Ethnologie und Politikwissenschaften an der Universität Wien.
Schwerpunkte ihrer Arbeit: Biographieforschung, Exil- und Journalismusgeschichte.
Arbeitet als Herausgeberin, Übersetzerin, Autorin und Journalistin.
2008 erhielt sie den Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis für das Politische Buch „Frauen 1938“.

 

Eintritt: 4,00 €/ 3,00 €

Frauen lesen für Frauen

Kategorie: 2012, Veranstaltungen

13.03.2012, Dienstag, 19.00 Uhr

Lesung & Gespräch

 

Frauen lesen für Frauen
Leitung Sabine Krusen

 

Wie immer stellen Frauen einander eigene Texte vor sowie Neuerscheinungen und besonders empfehlenswerte Frauenliteratur. Frauen lesen u.a. Texte von Karin Michaelis, Wislawa Szymborska und Christa Wolf.
Der Büchertisch wird von folgenden Verlagen bestückt: Das Arsenal, Hoffmann und Campe, Pustet.
In Kooperation mit City-VHS und Brunnhilde e.V.

Lesung & Gespräch

Kategorie: 2012, Veranstaltungen

21.02.2012

Käthe Sasso
aus Wien erzält aus ihrem Leben im kommunistischen Wiederstad in Österreich und ihrer Zeit im KZ Ravensbrück.

 

Käthe Sasso wurde 1926 in Wien geboren, wuchs als Kleinkind bei ihrer Großmutter im Burgenland auf und lernte die kroatische Sprache. Ihr Vater war Sozialdemokrat und als “Schutzbündler” eingekerkert. Er wandte sich aus Enttäuschung über den 12. Februar 1934 dem kommunistischen Wiederstand zu.

Käthe Sasso ist bereits als Fünfzehnjährige in der Wiederstandsgruppe “Gustav Adolf Neustadt” aktiv. Einige Mitglieder der Gruppe wurden später wegen “Hochverrats” hingerichtet.

Nachdem Käthe von einem Spitzel denunziert wurde, wird sie am 21. August 1942 verhaftet. Nach Inhaftierung in mehreren Gefängnissen entkommt sie auf Grund ihrer Minderjährigkeit zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung dem Todesurteil. Sie wird im September 1944 nach Berlin gebracht, wo sie zwei Wochen lang (gemeinsam  mit im Zuge des Hitler-Attentats eingesperten Reichstagabgeordneten aller Parteien) inhaftiert wird. Danach wird Käthe Sasso in das KZ Ravensbrück deportiert, wo sie bis zum Todesmarsch in Richtung Bergen-Belsen am 28. April 1945 bleibt. In der ersten Nacht des Todesmarsches, nahe Wustrow, gelingt Käthe gemeinsam mit ihrer Freundin Mizzi Bosch die Flucht aus der Gruppe und anschließend die Rückkehr nach Wien. Käthe heiratete im Jahr 1946 Josef Sasso, einen österreichischen Wiederstandskämpfer.

Ihr besonderes Anliegen ist, im Ehrenhain der “Gruppe 40″ des Wiener Zentralfriedhofs die Erinnerung an die vom Volksgerichtshof verurteilten und in Wien hingerichteten Wiederstandskämpfer wachzuhalten.

 

Veranstalltung in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Eintritt: 4,- € / erm. 3,- €