Lesung zu Charlotte E. Pauly

Kategorie: 2011, Veranstaltungen

20.01.2011, Donnerstag, 19.00 Uhr

 

Aus Manuskripten der Kunsthistorikerin, Grafikerin und

Schriftstellerin Charlotte E. Pauly (1886-1981)


Mit Karin und Dietrich Noßky

Charlotte E. Pauly ist ein aufbegehrendes Temperament in der Kunst. Formale Richtigkeit im Sinne naturalistischen Bilds zählt in ihrem Werk nicht. Fernab von Regeln drängt hier ein unruhiger Geist zum Ausdruck… Ihre Arbeiten sind von der Laune des Augenblicks beherrscht, vor allem aber: sie sind handschriflich erregt. Lothar Lang

Charlotte E. Pauly
Lebensdaten:
1886 geboren in Stampen, Kreis Oels (Olesnica), Schlesien
1908-1913 Studium der Biologie, Literatur, Kunstgeschichte
1915 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Würzburg
1917 Studium an der Stuttgarter Kunstschule
1925-1931 Aufenthalt in Spanien, Portugal, Paris, Marokko, Studium bei V. Diaz in Madrid
1932 Ausstellung in Paris
1932-1933 Reise nach Griechenland und in den Vorderen Orient, Beginn der Diffamierungen durch die Nationalsozialisten, Studium bei Klages in Berlin
1935-1945 Wohnsitz in Agnetendorf (Riesengebirge)
1938 Reise nach England
1944 Roman Der Tiger und Die Harfe
1946 Übersiedelung nach Berlin
1958 Bekanntschaft mit Herbert Tucholski, der ihre Grafik fördert
1975 Ausstellung des malerischen Werkes im Schloß Köpenick
1981 am 24.3. in Berlin verstorben

Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Senatskanzlei · Kulturelle Angelegenheiten – Künstlerinnenprogramm -
Eintritt: 4,- € /erm. 3,- €

Zwischenwelten

Kategorie: 2011, Ausstellungen

13.01.-05.02.2011

Amelie Meyer, Karin Noßky

Malerei, Grafik

Vernissage der 177. Ausstellung am 13. Januar, Donnerstag, um 19.00 Uhr
Finissage am 5. Februar, Samstag, um 15.00 Uhr


Amelie Meyer

Amelie Meyer, geboren 1944 in Ingolstadt, lebt und arbeitet in Walding bei Ingolstadt.
www.ameliemeyer.de
Assoziationen zu Gegenständlichem, die während des Arbeitsprozesses auftreten, werden aufgenommen, als Bildidee weiter verfolgt, mitunter aber auch wieder gelöscht. Immer sind Gegenstandsbezüge skizzenhaft dargestellt, so skizzenhaft, dass der Bezug nicht eindeutig ist und auch wieder verneint werden kann. Chiffrenhaft fügen sie sich in das abstrakte Bildgefüge ein. Sie stehen in Balance zum Bildraum, der zugleich Bedeutungsraum ist. Brigitte Pfeuffer von Stülpnagel

 

1963-67 Pädagogikstudium in Eichstätt
Lehramt
Atelierprojekt bei Thomas Bechinger, München
Arbeit mit Christoph Kern, Berlin
seit 2004 Arbeit mit Markus Lüpertz, Kunstakademie Reichenhall
2004–06 Studium der Kunstgeschichte, Universität Eichstätt bei Michael Zimmermann
2006 Arbeit mit Siegfried Anzinger, Kunstakademie Reichenhall
2008 Arbeit mit Herbert Brandl, Kunstakademie Reichenhall
2009 Workshop mit Arnulf Rainer
seit 2007 Akademie der Bildenden Künste München, Klasse Günther Förg
seit 2004 Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler

 

ohne Titel, 2008, Pigment-Arylbinder auf Leinwand, 190 x 200 cm

Abriß, 2009, Pigment-Acrylbinder auf Leinwand

Abriß, 1998, Acryl auf Papier, 16x22cm



Einzelausstellungen (Auswahl):

2010 »Zeitenflug«, Galerie Sulzer, Schrobenhausen
»Rhythmen der Landschaft«, Galerie Hitzler, Pfaffenhofen
2009 »Verbindungen«, Schloss Hohenkammer
2008 »Zwischenraum«, Temporäre Galerie im historischen Haus Link, Ingolstadt
2007 »Neue Bilder«, Orangerie, Englischer Garten, München
2005 »Farbfeldklänge«, Bayerischer Landtag, Maximilianeum, München
»und ein großes Rotes«, Bilder auf Leinwand und Papier, Galerie Z, München
»Farbzeitraum«, Galerie Günther Lang, Eichstätt
2004 Bilder 2002 – 2004, Schloss Hesselohe, Neuburg
»des Weges«, Montessorihaus, Neuburg
2001 »Naturstrukturen«, Haus Ruhfaß, Fügen, Österreich


Karin Noßky

Karin Noßky, geboren 1938 in Rabenstein bei Chemnitz.
Ihr Zugriff auf Form und Farbe ist energisch, ihre Ungeduld lässt zögerliches Agieren nicht zu. Wut und Zerstörung werden zur konstruktiven Geste in ihrem Schaffen. Lösungen sucht sie auch häufig in Reihungen, im seriellen Erproben. Ihr Duktus verrät ein gewisses Tempo, ist mit schnellen, kraftvollen Pinselstrichen gesetzt. Das Motivische wird reduziert zu stabil verspannten Kompositionen mit dynamisch auf – und absteigenden Diagonalen. Ihre vor einigen Jahren noch verhaltene Expressivität ist heute entschiedener. Sylvia Hegewald, 2008

1957-61 Studium an der Musikhochschule »Hanns Eisler«, Berlin, Klavier und Blockflöte
Freundschaft mit Charlotte E. Pauly, verstärkte Hinwendung zur bildenden Kunst
ab 1961 Unterrichtstätigkeit in Greifswald, Zwickau und Berlin
Konzerttätigkeit solistisch und kammermusikalisch
1963 Geburt des Sohnes Daniel
1996 Beendigung der Musikschultätigkeit
Beginn der Tätigkeit als Malerin
2001 Kleine Humboldt-Galerie, Berlin
Galerie im Cafe Kabinett, Berlin
2002 East-Side-Hotel Berlin
2004 Schloß Biesdorf, Berlin
2008 Galerie 100, mit Cordula Watzeck, Keramik

Abriß, 1998, Acryl auf Papier, 16 x 22 cm

Frachtschiff, Acryl auf Papier, 32 x 48 cm