Inspiration Theater

Kategorie: 2012, Ausstellungen

16.02.-10.03.12


Malerei, Grafik, Fotografie, Textiles, Objekte

von Traude Feldschuh, Barbara Kessler, Michaela Meyer-Michnay


Vernissage: 16.02.12, Donnerstag, 19.00 Uhr

Finissage: 10.03.12, Samstag, 15.00 Uhr

189. Ausstellung

 


Traude Feldschuh, geboren 1945 in eine Grossfamilie mit viel Musik und Theater, lebt und arbeitet in Wien.

“Die Liebe zu den Künsten wurde mir in die Wiege gelegt, das besondere Verständnis für die bildende Kunst erwarb ich mir durch mein Interesse und die langjährige Ehe mit einem Künstler- Kunsterzieher. Diese Schule des Sehens hat mich zur Fotografie gebracht.

Die Fotografie ist das einzige künstlerische Medium das für mich nur dem Augenblick verpflichtet ist, diesem `Klick`, und das reizt mich!“
Traude Feldschuh

1959-62 Höhere Bundeslehranstalt für das Bekleidungsgewerbe Michelbeuern-Wien
1966 Meisterprüfung
1968 Modeatelier
1986 Mitbegründerin des Frauenclub Alpha Wien
1987 ehrenamtliche Galerieleitung und Kuratorin im Frauenclub Alpha
ab 2004 unabhängige Kuratorentätigkeit
ab 2008 Beschäftigung mit digitaler Fotografie
April 2011 Ausstellungsbeteiligung Haus Wittgenstein, Wien
September 2011 Ausstellung im eigenen Atelier
Dezember 2011 Ausstellungsbeteiligung Old Museum of Jaffa, Israel

Installation, 2010

Installation, 2010, 60 x 80 cm

Graffiti 15b, 2011, 60 x 90 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Barbara Kessler, Kostümbildnerin, absolvierte zunächst eine Schneiderlehre und studierte dann Modedesign in Hamburg und anschließend Kostüm- und Bühnenbild an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Martin Rupprecht. Sie arbeitete für Festivals, Theater, Film, Oper, Tanz und Musical in Deutschland, der Schweiz, USA und in Japan. Außerdem unterrichtete sie Kostümgeschichte und gab Seminar in Dresden, Hamburg, Köln und Berlin. Zudem präsentierte sie freie Arbeiten in Performances und Ausstellungen in Tokio und Berlin. Tätig für die Schauspielbühnen Stuttgart.
“Der Mensch und sein Kleid. Seine äußeren Häute gehen mit ihm eine Symbiose ein, erzeugen ein Bild, eine Maske, eine Hülle, einen Schutz. In vielen Formen habe ich mich damit auseinander gesetzt. In der Herstellung von Kleidung (Lehre), im Entwurf für das Theater, die Bühne und in seiner über tausendjährigen Geschichte: `das Bild des Menschen in seinem Kleid-Kostüm`. Andere Kulturen, andere Grundideen: Japan und sein Kimono, ein Wickelgewand. Fasziniert vom Weg der Fläche zum Räumlichen. Die Form in seiner Abstraktion weitergeführt im Schnitt, als Linie, geschnitten aus Papier oder textilen Materialien. In der Malerei auf Schnittmusterbögen: Schnittmuster als Grundriss sind die Statik des Kleides.
Worte entstehen wie von selbst: Vermessung des Körpers, Häutungen, äußere Haut – innere Lebenshäute, Hülle, umhüllen, verhüllen, Kleiderschnitte verschnitten, verletzen, rot, Lebensfaden – Fadenlauf … SIE + ER … ich”

Kleid

Japanpapier

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Michaela Mayer-Michnay, Kostümbildnerin, 1955 in Graz geboren.
In der 70ern studierte an der dortigen Universität Bühnenbild und Kostümgestaltung.
1977-1979 hatte sie ihr erstes Engagement am Stadttheater Solothurn in der Schweiz und wechselte danach an die Städtischen Bühnen Graz. 22 Jahre lang wahr sie dort und gestaltete Kostüme für Schauspiel, Oper, Operette, Musical und Ballett. Sie arbeitete in dieser Zeit mit Regisseuren wie Martin Kušej, Bernd Jeschek und Peter Konwitschny zusammen und war als Gast am Schauspiel Düsseldorf, an der Semperoper Dresden und dem Staatstheater Saarbrücken tätig.
Seit 1996 beschäftigt sie sich mit »Textilem Grenzland«, was sowohl die Auseinandersetzung mit Tracht im weitesten Sinne als auch die Verwendung textiler Techniken zur Inszenierung eines Themas beinhaltet.
An der Komischen Oper Berlin entwarf Michaela Mayer-Michnay die Kostüme für die Konwitschny-Produktionen »Don Giovanni«, »Così fan tutte« und »Das Land des Lächelns«.
Rege Gastspieltätigkeit, diverse Preise, Ausstellungen, Produktionen im Rahmen des “steirischen herbstes” und der “styriarte”.

Mitango

Narr aus "König Lear"

Bewahrung – Vergänglichkeit

Kategorie: 2011, Ausstellungen

30.06. – 30.07.2011

Catrin Große, Ulrike Donié

Malerei, Grafik, Objekte

Die Vernissage der 183. Ausstellung ist am 30. Juni, Donnerstag, 19 Uhr.

Die Finissage ist am 30. Juli, Samstag, 15 Uhr.

C a t r i n   G r o ß e
*1964
Seit meinem 16. Lebensjahr beschäftige ich mich jeden Tag mit bildnerischen Formen, um das Drama und die Erlösung der Vergänglichkeit zu bewahren. Vorwiegend entstehen meine Formen als (reduzierte) grafische Elemente sowohl in der Grafik selbst als auch in Bild, Plastik und Film. Durch diese Reduktion nähern sich Inhalt und Form auf konzentrierte Weise an.

Palucca

Urlaub am Strand


 

U l r i k e    D o n i é
*1961
Meine Arbeiten stehen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Der Betrachter meint, schon einmal Gesehenes wiederzuerkennen. Bei genauerem Hinschauen könnte sich dies aber als Illusion herausstellen. Sieht er wirklich Himmel oder Meerestiere? Sind das wirklich fischähnliche Wesen? Wird hier Wirklichkeit abgebildet? Oder sind dies nur Assoziatinen, die keinen Bezug zu einer jemals erlebten oder erlebbaren Wirklichkeit haben? Verharren und Dynamik stehen sich dabei gegenüber.

Zeit steht still oder verrinnt im Nu. Es soll dabei eine Spannung bis zur Schmerzgrenze erzeugt werden.

 

o.T., 2009, Acryl auf Nessel, 50x70 cm

o.T., 2009, Acryl auf Nessel, 100x140 cm

HOLZ – PAPIER – SCHNITT

Kategorie: 2011, Ausstellungen

14.04. – 14.05.2011

Beate Hoffmeister, Elli Graetz

Grafik, Objekte

Die Vernissage der 180. Ausstellung ist am 14. April, Donnerstag 19 Uhr.
Die Finissage ist am 14. Mai, Samstag 15 Uhr.


B e a t e   H o f f m e i s t e r        www.beatehoffmeister.de

Nicht mehr aktuelle, vorgefundene und gesammelte Verzeichnismedien – sogenanntes »poveres« Material – sind primärer Rohstoff und Basis für die Papierobjekte von
Beate Hoffmeister. Es werden einzelne Seiten mit dem Cutter bearbeitet oder ein gesamter Buchblock erfährt den radikalen Schnitt. Tastend und forschend, zuweilen spielerisch, widmet sich die Künstlerin dem nahenden möglichen Verschwinden der gedruckten Verzeichnismedien zugunsten einer digitalisierten, virtuellen Form. So bedeuten das Aufheben, Bewahren und »Wiederverwerten« von Wegwerfbüchern eine Überführung in eine neue »Wertebene«.

MüllVoll, 2011, Telefonbuch in Objektrahmen, 40x50x3 cm

Das Papier und seine Produktform des Buches werden zu einem eigenwertigen Ausdrucksträger verwandelt. Wie sonst die Farbe, so wird das Papier und seine Bündelung als Buch in vielfältigsten Formen gestaltet. Das Gestaltungsmittel ist ein Messer, das Messer des Stapelschneiders. Es bringt das Papier in Form.

Die teilweise wirre Vielfalt des Materials ordnet die Künstlerin in klaren Kompositionen. Die Materialität des Papiers erschließt sich damit neue Existenzen: Mal wirkt es textil, dann wieder fest wie Holz, in der Schichtung … blockhaft monumental, und in einer kinetischen Installation so filigran wie eine zarte Pfauenfeder. Beate Hoffmeisters Materialcollagen stellen den gewohnten Blick des Betrachters fundamental in Frage. Sie verwirren und stiften damit eine Vorstellung von der Vielfältigkeit des Seins einer besonderen Materie.    Martin Schönfelder


E l l i   G r a e t z        www.elligraetz.de
In der souveränen Handhabung der grafischen Techniken wechseln expressive, konstruktive und informelle Lösungen, verbinden sich Formbewusstsein und ästhetische Erkenntnis. Da ist jemand am Werke, der nach einfachen, beinahe asketischen und eindringlichen Mitteilungsformen strebt und sie in flüchtig skizzenhaften Andeutungen findet. Bei genauerem Hinsehen verbindet sich diese freie gelöste Zeichenhaftigkeit mit satirischer Distanz, tiefer Melancholie und archaischer Strenge zu einer Mehrdeutigkeit, die formalen Reichtum, komplizierte Vielfalt und besondere Farbklänge offenbart.     Herbert Schirmer, Lieberose, 11. Mai 2009

Staub und Schatten sind wir..., 2008, Siebdruck, je 81x57 cm

…Denn sie sind eingeschrieben, eingedruckt, eingemalt – die Menschheitsthemen, die uralten und ewig jungen … vom Hoffen und Scheitern, von Liebe und Tod; Ideal und Wirklichkeit. Und, sie sind gut aufgehoben in der flächigen Tiefe ihrer Bildgründe, als lesbare, sehr persönliche Spuren. Die geben nichts preis über die Abgründe und auch nichts über den Verlauf von Begebenheiten. Sie haben keinen Anfang und kein Ende. Bewegung ist tabu, das Schwerwiegende gemildert, reduziert, ausgewaschen, überdruckt – so wie im wirklichen Leben. Und doch ist es am Ende so, dass die Dinge in eigener Sprache und in eigener Sache reden. Die Kunst bleibt bei sich…  Petra Hornung, Alt-Langsow, 10. Mai 2008