Presse


Auf dieser Seite finden sie unsere Pressemitteilungen und – auf Anfrage – ausgewählte Bilder der aktuellen Ausstellung (in der Regel die Werke, die in unserem Flyer zur Ausstellung zu finden sind) in druckfähiger Auflösung. Falls die Aufnahmen einem Copyright unterliegen, bitten wir um Credit für den Fotografen / die Fotografin.

Für weitere Informationen kontaktieren sie bitte:

Kathrin Schrader / 030-223 900 46 / 0178-3 42 76 94 /
presse@inselgalerie-berlin.de

 


Pressemitteilung
Zur Kündigung der Inselgalerie Berlin in der Torstraße 207 in Mitte

Am 3. März 2017 werden wir in den Räumen in der Torstraße 207 vorerst unsere letzte Lesung an diesem Ort veranstalten.  

Bascha Mika, die ehemalige Chefredakteurin der taz, ist in der Inselgalerie zu Gast. Sie wird am Freitag, 3. März, 19 Uhr aus ihrem Buch „Mutprobe. Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden“ lesen.
 


Am 7. Februar fand in den Räumen der WBM ein Runder Tisch mit Vertretern des Bundestages, des Senats und der BVV Mitte, sowie den anderen betroffenen Einrichtungen in der Torstraße statt. Außer uns ist das der Verein Klik, der obdachlosen Jugendlichen Zuwendung, Beratung, sanitäre Einrichtungen und mehr bietet. Der Verein wird von mehreren Stiftungen gefördert. Das Surreale Museum, das ebenfalls von der Kündigung betroffen ist, engagierte sich nicht am Runden Tisch. 

Am Ende dieser Veranstaltung bot uns die WBM ein Ausweichquartier an, in den Räumen einer ehemaligen Sparkasse in Friedrichshain am Bersarinplatz.

Nach dem Runden Tisch ist vor dem Runden Tisch. Wir sind noch nicht am Ziel.

Wir können aktuell noch nicht sagen, ob die Räume der ehemaligen Sparkasse für unsere Ausstellungen und Veranstaltungen geeignet sind. Das hängt von weiteren Verhandlungen mit der WBM ab. 

Thema des nächsten Runden Tisches wird die Zukunft der Torstraße sein.

Wir möchten nach der Sanierung an unseren alten Standort zurückkehren, doch die neue von der WBM anvisierte Gewerbemiete können wir selbst mit Unterstützung des Senats nicht zahlen. Wir sind darauf angewiesen, dass die WBM, die als städtisches Unternehmen viele Projekte mit niedrigen Mieten unterstützt, uns eine Miete einräumt, die weit unter der üblichen Gewerbemiete liegt. Dies entspräche dem Ziel der neuen Berliner Koalition, insbesondere des Kultursenators, kulturelle Projekte in den Kiezen zu erhalten. Die WBM ist jedoch dem Finanzsenator unterstellt. Inwieweit Kultur und Wirtschaft es schaffen, Kompromisse auszuhandeln, auch damit steht und fällt die Qualität der neuen Berliner Koalition.  

Seit zweiundzwanzig Jahren ist die Inselgalerie in Mitte, davon fünfzehn Jahre in der Torstraße 207. Mit Ausstellungen, Lesungen und Konzerten sind wir zu einem kulturellen Hotspot im Kiez geworden. Die Künstlerinnen, die wir präsentieren, kommen aus ganz Europa. Wir gehören weiterhin in die Mitte Berlins.

Die Sanierungsmaßnahmen dauern laut Angaben der WBM ein Jahr.

Wir werden der WBM eine Partnerschaft anbieten, die u.a. darin besteht, dass wir sie auf allen Ankündigungen, Programmen, Flyern und Plakaten als unseren Förderer öffentlich nennen und ihnen jährlich eine Kunstmappe zu schenken. Die Künstlerinnen, die wir ausstellen, sind anerkannt und zeichnen sich durch hohe Qualität aus. Wir sind sicher, dass diese Kooperation nicht nur den Standort der Inselgalerie retten kann, sondern auch für die WBM einen hohen Imagegewinn bedeutet, abgesehen von dem Wert der Kunstwerke, mit denen sie eine Sammlung aufbauen könnten. 

I N S E L G A L E R I E   L E B T!
 


239. Ausstellung | 19.1.2016 – 4.3.2017

LINIENWERKE
– drei figurative Positionen –

SABINE GRAF | PING QIU | RENÉE HENDRIX

 

Gemeinsam ist den drei Zeichnerinnen aus drei Generationen, dass sie den menschlichen Körper in das freie Spiel der Assoziationen entlassen. Sie haben sich – bis auf kleine Ausnahmen – dem klassischen Schwarz-weiß verschrieben.

 

Bevor die 1949 in Berlin geborene Renée Hendrix Meisterschülerin von Werner Klemke an der Akademie der Künste Berlin wurde, hatte sie in den Achtzigerjahren an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert. Ihr erstes, öffentliches „Leben“ als Kostüm- und Bühnenbildnerin wurde bald von freien malerischen und zeichnerischen, jüngst auch installativen und objektkünstlerischen Aktivitäten begleitet. In unserer Ausstellung steht  neben kleinerformatigenDialogsituationeneine Folge von Kohlezeichnungen expressiver Engelsgestalten im Mittelpunkt. Sie sagt dazu: „Die Flügel, mit denen ich einige Figuren ausgestattet habe, dienen nicht dem Ziel, die irdische Schwerkraft zu überwinden. Sie sind vielmehr die Rudimente eines ewigen menschlichen Traumes, bei dem Siegen und Scheitern immer aufs Engste vereint sind.“

Die in Berlin lebende Ping Qui wurde 1961 in Wuhan in China geboren und studierte in den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren zuerst an der China Fine Art Academy in Hangzhou, später an der HdK Berlin. Sie zeichnet –gemäß der chinesischen Tradition mit Tusche auf Reispapier – florale Motive mitexakt gleichmäßig und makellos gezogenenLinien, denensie die Fragilität zum Teil beschädigterSpinnennetzezugesellt.Mit der Einbeziehung ihrer Handpaare knüpft sie an ihre zuvor in vielen Außenraum-Installationen und Performances als Objekte eingesetzten Doppelhände an. In den ausgestellten Blätternassoziieren sie Spinnen, Krabben, Vögel, Seerosen und brechen die Tradition zugunsten einer modernen Surrealität.

Sabine Graf ist 1981 in Suhl geboren, wuchs in Berlin auf und lebt heute in Leipzig. Ursprünglich Studentin der Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, hat sie sich seit längerem der Zeichnung verschrieben. Auf ihren Blättern erforscht sie die Leiblichkeit des menschlichen Körpers, sein Funktionieren „unter der Haut“ in Verbindung mit Emotion und Erinnerung. Sie versteht den Körper als deren Bühne, und entsprechendmonströs, chimärenhaft, zugleich einfühlsam zeichnet sie gewagte Puzzle der verschiedensten Gestalten. Die Ornamentik diesersurrealen Körper sprengt Grenzen, verweist aber trotz der vielen Bezüge auf Außerkörperliches immer wieder auf die elementaren Funktionen.

 

Biografisches zu den Künstlerinnen:

Sabine Grafwurde 1981 in Suhl geboren und verbrachte ihre Schulzeit in Berlin. Nach dem Abitur wurde sie Gasthörerin an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle und studierte anschließend von 2004-2009 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig Malerei und Grafik. Von 2009-2012 schloss sie ein Meisterschülerstudium bei Annette Schröter an. Seit 2012 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Leipzig.

Zuletzt stellte sie in Berlin, im Ausstellungszentrum Pyramide in „Und weil sie nicht gestorben sind… – Mädchen und Frauen in Märchen, Mythen und Alltag“ aus.

 

Renée Hendrix wurde 1949 in Berlin geboren. Von 1969-1974 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Bühnen- und Kostümbild. Danach arbeitete sie freiberuflich an Schauspiel- und Opernhäusern im In- und Ausland, u.a. in Berlin, Kopenhagen, Frankfurt/M., Schwerin, St. Gallen, Wien und Lissabon. Von 1981 bis 1984 studiert sie als Meisterschülerin von Werner Klemke an der Berliner Akademie der Künste. Renée Hendrix beteiligte sich an einer Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland, nahm immer wieder längere Studienaufenthalte in Portugal. 2009 hatte sie anlässlich der Kleistfesttage im Kleist-Forum Frankfurt/Oder eine Einzelausstellung.

 

Ping Qiu wurde 1961 in Wuhan in China geboren. Von 1981-87 studierte sie an der China Fine Art Academy in Hangzhou und von 1988-94 an der Hochschule der Künste Berlin.

Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen führten sie in alle Welt, u.a. 1999 an die Pollock-Krasner Foundation New York, 2001 zu den Künstlerhäusern Worpswede, 2008 zu den artists-in-labs in die Schweiz, 2011 als artist in residence des National Museum of Contemporary Art nach Seoul in Korea und 2012 als Gast der Stiftung Bartels Foundation nach Basel.

Sie nahm an zahlreichen Ausstellungen teil und stellte auch einzeln aus, u.a. in Berlin, London, auf Schloss Pekun, in München, Schwerin, Shenzhen in China, Toronto in Kanada und in Hong Kong.

 


 

weitere Veranstaltungen in der Inselgalerie:

 

Donnerstag, 16. Februar, 19 Uhr:
„Zunderholz & Funken“
KO J. Kokott singt, spricht und spielt Texte von Eva und Erwin Strittmatter

Donnerstag, 23. Februar, 19 Uhr
„Vor dem Großen Krieg“
Gedichte von Michael Mäde, gelesen von der Schauspielerin Jennipher Antoni.
Der Autor ist anwesend.

 


Vorschau:
 

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Weitere Informationen zur aktuellen und kommenden Ausstellung und unseren Veranstaltungen auf: www.inselgalerie-berlin.de/demnaechst
 


 
Inselgalerie Berlin
Torstraße 207, 10115 Berlin

kontakt@inselgalerie-berlin.de
www.inselgalerie-berlin.de

Öffnungszeiten: Die – Frei: 14 – 19 Uhr / Sa: 13 – 17 Uhr

 


 

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