Presse


Auf dieser Seite finden sie unsere Pressemitteilungen und – auf Anfrage – ausgewählte Bilder der aktuellen Ausstellung (in der Regel die Werke, die in unserem Flyer zur Ausstellung zu finden sind) in druckfähiger Auflösung. Falls die Aufnahmen einem Copyright unterliegen, bitten wir um Credit für den Fotografen / die Fotografin.

Für weitere Informationen kontaktieren sie bitte:

Kathrin Schrader / 030-223 900 46 / 0178-3 42 76 94 /
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Diese Pressemitteilung und weitere Presseinformationen finden Sie auch unten in unserem PRESSE – ARCHIV.


 

242. Ausstellung | 12.10.2017 – 25.11.2017

consistent matters

INES DOLESCHAL | GABRIELE KÜNNE

Malerei/Collagen/Installationen


 

Ines Doleschals konkrete Formensprache mit Bezügen zur Architektur ist im Laufe der Jahre immer klarer, ihr Anspruch strenger geworden. Die Keramik-Installationen von Gabriele Künne sind ästhetisch verwandt, obwohl sich die zylindrischen Grundformen, von denen sie bevorzugt ausgeht, eher organisch und scheinbar zufällig entwickeln. Farbe wird von beiden Künstlerinnen puristisch eingesetzt, auf den reinweißen Papieren von Ines Doleschal ebenso wie im Dialog mit den verschiedenen Strukturen und Oberflächen in den Keramiken von Gabriele Künne. 

Ines Doleschal arbeitet mit bemalten Papieren, lackierten Pappen, Folien und Kappa. Ihre Bilder sind gemalt und geklebt. Es sind Collagen, doch Doleschals exakte Zeichenkunst, die sich besonders darin offenbart „was sich an der Kante abspielt“ (Doleschal), muss an dieser Stelle betont werden. Ihre Serie „Berlin Süd-West“ ist mehr als die perfekte Abstraktion der porträtierten Bauten mit Collage-Elementen. Die feinen Pinselzeichnungen werden zur melancholischen Reminiszenz an die Bauhaus-Idee und –Ideale, denen Doleschal anhängt. Überraschenderweise zählen zu den von ihr verehrten Künstlern, neben den Bauhaus-Vertretern Malewitsch und Moholy-Nagy, Nolde, C.D. Friedrich und die Architektin Zaha Hadid. Auf ihren Reisen sucht Ines Doleschal gezielt Gebäude aus, die sie interessieren, zeichnet und fotografiert. Später arbeitet sie mit diesem Material, frei-abstrahierend. Es ist dieser Fundus an Grund und Urformen, der sich für die Künstlerin im Titel „consistent matters“ abbildet. 

„Ich mag Räume, die abseitig sind, disfunktional. Es muss eine Irritation von ihnen ausgehen.“ Ines Doleschal

www.ines-doleschal.de


 
 

Fläche und Raum sind auch in Gabriele Künnes Arbeiten das bestimmende Thema. Sie begann mit Holz, Epoxidharz, Draht, Acryl und Öl. Keramik habe sie lange Zeit nicht interessiert, erzählt sie. Doch vor zehn Jahren entdeckte sie den variantenreichen Ton für sich und begann seine Möglichkeiten zu erforschen. Die zylindrischen Grundformen ihrer Keramik-Installationen werden gefaltet, geknickt, geschlagen, gestaucht und geschnitten. Das Ergebnis sind Körper, die auf den ersten Blick wie zufällig zerrissen oder in sich zusammengesackt wirken, doch bei genauerer Betrachtung wird das gestalterische Kalkül sichtbar. Jede Faltung muss am Ende im richtigen Winkel sitzen. Glatt und weich wie feiner Wollstoff wirken die Oberflächen mitunter oder auch rissig und derb wie Elefantenhaut. Die Farbe wird mal zum Komplementär, mal zum Verbündeten der Ton-Qualität und -Form. Spannend ist, wie Gabriele Künne mit diesen chaotischen Plastiken eine uniformistische Strenge erzeugt, indem sie Serien und Gruppen schafft, deren „Mitglieder“ Formationen zu bilden scheinen, in denen es weniger auf Individualität als auf die Repräsentation von Zugehörigkeit und Abgrenzung einer Gruppe nach außen ankommt.

„Ich kalkuliere das Ergebnis, aber nicht hundertprozentig. Der Ton macht schon auch was er will.“ Gabriele Künne

www.gabrielekuenne.de


 

Lebensläufe der Künstlerinnen

INES DOLESCHAL

wurde 1972 in Waiblingen bei Stuttgart geboren. Sie studierte zunächst Kunstgeschichte und Anglistik an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Nach einem einjährigen Pre-Degree-Course Art and Art History am Goldsmiths’ College London studierte sie Malerei und Kunsterziehung an der Kunstakademie Münster. Ihre Lehrer waren Elly Strik und Udo Scheel. Anschließend absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium „Art in Context“ an der UdK Berlin.

Sie erhielt Förder-Stipendien der Landis & Gyr-Stiftung, Schweiz, des Künstlerhauses Lukas, Ahrenshoop, des Kunstvereins Frankfurt/Oder und der Agnes Straub – und Käthe Dorsch – Stiftung Berlin und der Kunstakademie Münster.

Seit 1998 ist sie regelmäßig deutschlandweit in Ausstellungen vertreten. Sie stellte außerdem in Weißrussland und der Schweiz aus.

Ines Doleschal lebt und arbeitet in Berlin. Für die Alte Nationalgalerie Berlin gestaltet sie museumspädagogische Konzepte.

 


 

GABRIELE KÜNNE

wurde 1969 in Mannheim geboren. Sie studierte zunächst Kunstgeschichte an der TU Berlin, bevor sie 1991 das Studium der Freien Kunst an der HdK (heute UdK) und am Royal College of Art begann. Ihre Lehrer waren Leiko Ikemura und Peter Doig. Sie ist Meisterschülerin von Leiko Ikemura.

Sie erhielt Arbeits- und Förderstipendien des Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop, der Ricklund-Stiftung, Schweden, der Royal Academy of Fine Arts, Stockholm, der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin und der Interroll Management AG, Schweiz, des Kulturamts Mannheim und Ludwigshafen, der Abt-Straubinger-Stiftung Stuttgart und war 2006 nominiert für den Heinrich-Vetter-Preis der Kunsthalle Mannheim sowie 2015 für den 7. Kunstpreis der Museumsgesellschaft Ettlingen e.V. und stand auf der Shortlist für den 6. Kunstpreis der Stadt Schwarzenberg, Perla Castrum Museum Schloss Schwarzenberg. Im Jahr 2016 erhielt Gabriele Künne für ihre Installation „Geschlossenes System“ (siehe oben) den Uckermärkischen Kunstpreis.

Seit dem Ende der Neunzigerjahre war sie regelmäßig an Ausstellungen beteiligt, deutschlandweit sowie in Litauen, Finnland und der Schweiz. Sie gestaltete zahlreiche Einzelausstellungen in Berlin, Ravensburg und Mannheim.

Gabriele Künne lebt und arbeitet in Berlin und der Uckermark.

 


 

Bitte beachten Sie auch unser Veranstaltungsprogramm während der Ausstellung „consistent matters“:
 

Donnerstag, 19. Oktober, 19 Uhr

Lesung & Gespräch

Gabriele Weingartner liest aus ihrem Buch „Geisterroman“

 

Dienstag, 14. November, 19 Uhr

Zum Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938

Andrea von Treuenfeld liest aus ihrem Buch „Erben des Holocaust. Leben zwischen Schweigen und Erinnerung“

 


Weitere Informationen zur aktuellen und kommenden Ausstellung und unseren Veranstaltungen auf: www.inselgalerie-berlin.de/veranstaltungen-2017
 


 

PRESSE – ARCHIV

     
  Pressemitteilung 242. Ausstellung »consistent matters«
  Berliner Zeitung vom 14.7.2017
  Pressemitteilung 241. Ausstellung »Großes Rot«
  Pressemitteilung 240. Ausstellung »SparInselGalerieKasse«
  Berliner Zeitung vom 14.7.2017
  Tagesspiegel vom 9.7.2017

 


 

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