6.6.2017 | MEMORIES | Juliane Ebner zeigt ihren Film „Landstrich“


Veranstaltungsreihe

– M E M O R I E S –

Juliane Ebner zeigt ihren Film „Landstrich“ (30 Min.)

Anschließend Gespräch mit der Künstlerin


 

In unserer Veranstaltungsreihe „MEMORIES“ zeigt die Künstlerin Juliane Ebner ihren ersten längeren (30 min) handgezeichneten Animationsfilm, den sie gefördert durch den Beirat der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages verwirklichen konnte.

Hier ist ein Auszug aus der Rezension „Reichstagsbrand und Großmutters Geheimnis“ von Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung vom 21./22. Januar 2017 anlässlich der Uraufführung des Films im Lüders-Haus am Schiffbauerdamm in Berlin:

„28. Februar 1933: Der Reichstag brennt. Juliane Ebners Großonkel Hans saß danach als Gutachter im Reichstagsprozess. Aber er war kein Nazi. Das sagte die Oma immer wieder. Der Satz hat sich der 1970 in Stralsund geborenen, Fragen stellenden Enkelin eingeprägt. Großmutter war im Alter dement. Darum nennt die Enkelin, die Künstlerin geworden und nach dem Fall der Mauer nach Berlin gegangen ist, ihre ineinander verschachtelten comic-artigen Zeichnungen „Erinnerungsarbeit als Versuchsanordnung“… „Landstrich“ fesselt und irritiert zugleich. Der Film beginnt mit den Worten Ebners: „Nach dem Krieg hatte meine Großmutter ein schlechtes Gewissen, weil sie noch lebte. Ihr Mann, der Frontsoldat, hatte ihr eine Pistole gegeben und gesagt, wenn der Russe käme, sollte sie zuerst die Kinder und dann sich selbst erschießen. Und das hatte sie nicht getan.“
 


 
Bundestagspräsident Norbert Lammert hat am Dienstag, 17. Januar 2017, im Mauer­-Mahnmal des Bundestages die Ausstellung „Landstrich – Ein Film und seine Bilder“ der Berliner Künstlerin Juliane Ebner eröffnet. Die Ausstellung mit den Zeichnungen und Polyacrylarbeiten wird zum Film gezeigt.
(gefunden auf: https://www.youtube.com/watch?v=invp8wcWtZ4)
 

 

 


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