239. Ausstellung | LINIENWERKE

19.1.2017 – 4.3.2017


LINIENWERKEVernissage: 19. Januar 2017, Donnerstag, 19.00 Uhr
Finissage: 4. März 2017, Samstag, 15 Uhr


 

     

 

 

SABINE GRAF

www.grafsabine.de

 

 
1981 geboren in Suhl
1994-02 aufgewachsen und Schulzeit in Berlin-Köpenick
2003-04 Gasthörerschaft an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle
2004-09 Studium Malerei/Grafik mit Diplomabschluß, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
2009-12 Meisterschülerstudium im Fachbereich Malerei/ Grafik bei Annette Schröter
seit 2012 als freischaffende Künstlerin in Leipzig tätig
 
Ausstellungen (Auswahl)
2012 Leuna, Kulturhaus Leuna »Sixpack – 6 Positionen der Klasse Schröter«
2013 Leipzig, temp. Kunstraum 365 »Leibeslied« (E)
Leipzig, Spinnerei Leipzig »Transition and Migration«
2014 Leipzig, Lindenow X – 10. Kunstraumrundgang im Leipziger Westen »Wollt ihr ferne Lande sehen«
Gelsenkirchen, Werkstatt Gelsenkirchen »Linientreu« (mit Jannine Koch)
2015 Duisburg, Kunstverein »Wunschlos glücklich« – Meisterschüler der Klasse Schröter
Berlin, okazy gallery »Transfigurien« (E)
2016 Berlin, Ausstellungszentrum Pyramide »Und weil sie nicht gestorben sind… – Mädchen und Frauen in Märchen, Mythen und Alltag«
Leipzig, Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, »Klassentreffen« – Meisterschüler der Klasse Schröter
 
Der Körper als Bühne, als ein Teil von und auf ihr – die Bühne ein Ort, der den Menschen exponiert, auf- und vorführt, auf dem er sich darstellen und zeigen kann, geschminkt und ungeschminkt. Ein Kunstort, ein Ort der Maskerade, der Ver- und Entkleidung, des Spiels, sobald der Vorhang gelüftet wird. Was wird aufgeführt? Die dargestellten Figuren als Stellvertreter von menschlicher Emotion und Erinnerung. Zumeist vereinzelt, puppen- und statuenhaft, stehen sie im Zentrum des Bild- bzw. Bühnenraums. Mittelpunkt ist der Mensch, klar umrissen, doch keinesfalls getrennt von dem ihn umgebenden Raum. Vielmehr stellen Rahmen und/oder Bühne seine Erweiterung dar, sollen seine Position unterstreichen und verstärken. Das zeichnerische Spiel mit den Körperformen bedeutet mir eine Lust am Formieren und Deformieren, um den ebenso unendlich formenreichen und rätselhaften menschlichen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
Sabine Graf
 

Werke von Sabine Graf:

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PING QIU

www.ping-qiu.com

 

 
1961 geboren in Wuhan, China
1981-87 Studium an der China Fine Art Academy, Hangzhou
1988-94 Studium an der Hochschule der Künste, Berlin
2005 Pollock-Krasner Foundation, New York
2011 Residency at the National Museum of Contemporary Art, Seoul/Korea
2012 Residency at Bartels Foundation, Basel/Schweiz
 
Ausstellungen (Auswahl)
2004 Berlin, M. van der Rohe Haus »Garden Installation« (E)
2006-09 Pasewalk »Europe Garden Landart«(E)
2008 Manchester/England, Chinese Arts Centre
Nürnberg, German. Nationalmuseum »Tier+Mensch«
2009 Worpswede, Künstlerhäuser »Transparenz«
2010 Barcelona/Spanien, Artists-in-labs Arts Santa Monica
2011 Luzern/Schweiz, Kunsthalle »Artists-in-labs«
Lübben »Aquamediale«
2012 Berlin, Galerie im Körnerpark »Spring« (E)
2013 Berlin, Galerie im Saalbau »Kleider machen Leute«
2015 Pampin/Parchim, Kulturforum »Kunst des Profanen« (E)
2016 Supsokmaru/Südkorea »Saeng-saeng Art Exhibition«
Berlin, Kommunale Galerie »Gedok Urban«
Berlin, Gallery Under The Mango Tree
 
Doppelte Hände – Spinnen – Tuschezeichnungen
Jahrelange habe ich mich mit Skulpturen und Installationen zum Thema »doppelte Hände« beschäftigt. Zwei Hände sind an den Gelenken miteinander verbunden. Sie sehen aus wie Krabben, Spinnen oder Vögel. … Diese doppelten Hände habe ich in verschiedene Materialien gegossen: Wachs, Gips, Gummi, Bronze. Ich habe sie auch mit einem Motor bewegt und mit digitalisierten Klängen installiert.
Weiterhin habe ich mich in der vergangenen Zeit mit Tuschezeichnungen zum Motiv der doppelten Hände beschäftigt. Ich verwende eine klassische chinesische Technik mit zarter, aber dennoch kräftiger Linienführung auf Reispapier. Diese ist zwar traditionell chinesisch, aber der Geist ist surrealistisch und modern. Während ich früher kräftige und große Arbeiten bevorzugte, habe ich jetzt erkannt, dass ich mit zarter, kleinteiliger Arbeit auch Kraft umsetzen kann.
Diese Tuschezeichnungen zeigen auf ehrliche Weise meine Weiblichkeit. Erst jetzt kann ich mich so zart ausdrücken. Früher war ich umgeben von männlichen Künstlern, deren Spott ich fürchtete.

Ping Qiu
 

 


Werke von Ping Qiu:

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RENÉE HENDRIX

 

 

 
1949 geboren in Berlin-Friedrichshagen
1969-74 Studium und Diplom als Bühnen- und Kostümbildnerin, Kunsthochschule Berlin-Weißensee; seitdem freischaffend an Schauspiel- und Opernhäusern in Berlin, Kopenhagen, Frankfurt/Main, Schwerin, St. Gallen, Potsdam, Wien und Lissabon; zu den jeweiligen Inszenierungen Plakate und Illustrationen für Programmhefte
1981-84 Meisterschülerin bei Werner Klemke, Akademie der Künste Berlin; vermehrt Hinwendung zu Malerei und Grafik; in jüngster Zeit Arbeit an räumlichen Installationen und Objekten
1985 Leitung der Sommerakademie an der Theaterhochschule Helsinki
1987-91 Lehrauftrag, Kunsthochschule Berlin-Weißensee
seit 1984 längere Studienaufenthalte in Portugal
 
Beteiligung an einer Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland.
2009 Einzelausstellung anlässlich der Kleist-Festtage im Kleist-Forum Frankfurt/Oder.
Werke in öffentlichen Sammlungen: Stadtmuseum Berlin, Kleist-Museum Frankfurt/Oder, Akademie der Künste Berlin
 
Die Figuren auf meinen Zeichnungen sind keine Abbilder.
Sie sind Spiegelungen von Situationen, Zuständen, Erfahrungen und Empfindungen und ebenso Zeichen für die Ambivalenz von Bewegung und Erstarrung, von Befreiung und Isolation. Es ist der Widerstreit der Gegensätze, dem ich meine Figuren schutzlos ausliefere. Ohne malerische oder dekorative Umwege wird das Erwartbare und das Unerwartete zum Gleichnis für die Gefährdung der menschlichen Existenz.
Die Flügel, mit denen ich einige Figuren ausgestattet habe, dienen nicht dem Ziel, die irdische Schwerkraft zu überwinden. Sie sind vielmehr die Rudimente eines ewigen menschlichen Traumes, bei dem Siegen und Scheitern immer aufs Engste vereint sind. Auch wenn die topographische Definition der Bildräume im Unsichtbaren bleibt, wird das Gefangensein der Figuren in ihren Begrenzungen, werden die Fesseln ihrer äußeren und inneren Zwänge unmittelbar evident: Das Unsichtbare manifestiert sich als verdichtete zeichnerische Gestalt.
Meine Arbeiten sind der Versuch, den thematischen Konflikt in eine visuelle Form zu verwandeln. Das Motiv als Metapher.

Renée Hendrix
 

 


Werke von Renée Hendrix:


 

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[der Flyer zur 239. Ausstellung als PDF]