WIEDER IM LICHT: Lene Schneider-Kainer (1885-1971)


16.05.1885 geboren als Helene Schneider in Wien, Tochter des jüdischen
Malers Sigmund Schneider
1907/08 erste künstlerische Ausbildung in Wien und München
1909 Aufenthalt in Paris
1910 Heirat mit Ludwig Kainer, Arzt, Maler, Zeichner
1911 Geburt des Sohnes Peter
1912-1925 Übersiedlung nach Berlin;
schließt sich avantgardistischen Künstlerkreisen an;
Sujets: Porträts (Else Lasker-Schüler, Gret Palucca), Akte, Stadtlandschaften, lithografische Mappen;
Ausstellungen in der Freien Secession, der Juryfreien Kunstschau und im Verein der Berliner Künstlerinnen
1917 Personalausstellung in der Galerie Gurlitt, Berlin
1920 Lithographien zu den Hetärengesprächen von Lukian, sowie weitere Mappenwerke in der Gurlitt-Presse, Berlin
1925 Eröffnung eines Mode-Kunst-Salons in Berlin
1926-1928 Scheidung von Ludwig Kainer; zweijährige Asienexpedition als Malerin, Fotografin, Co-Regisseurin eines Persienfilmes, Tagebuchschreiberin im Auftrag des Berliner Tagblattes, gemeinsam mit dem Schriftsteller Bernhard Kellermann; danach zahlreiche Ausstellungen der Reise-Bilder und Vorträge in Berlin, Magdeburg, Stuttgart, Kiel, London, Rom, Palma de Mallorca, Barcelona, Kopenhagen, New York, Philadelphia, Marokko
1931 als Preisträgerin der Preußischen Akademie der Künste in der Villa Massimo, Rom
1933-1936 übersiedelt wegen drohender Verfolgung als Jüdin auf die Balearen; führt bis zum Spanischen Bürgerkrieg ein Internationales Gästehaus für emigrierte Künstler auf Ibiza
1937 kurze Rückkehr nach Berlin wegen ihrer internationalen Ausstellungstournee über London und Kopenhagen ins Exil nach New York
1938-1954 ediert in New York als Elena Eleska Kinderbücher nach eigenen Entwürfen
1954 Übersiedlung nach Cochabamba in Bolivien, um ihren Sohn beim Aufbau einer Stofffabrik zu unterstützen
1963 erhält aus der BRD eine geringe finanzielle „Wiedergutmachung“
15.06.1971 stirbt in Cochabamba in Bolivien

 

Berlin – Belle Alliance Platz, o.J.
Öl/Leinwand, ca. 59 x 71 cm

 


 

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