Im Februar 2012

Lesung & Gespräch

Kategorie: 2012, Veranstaltungen

21.02.2012

Käthe Sasso
aus Wien erzält aus ihrem Leben im kommunistischen Wiederstad in Österreich und ihrer Zeit im KZ Ravensbrück.

 

Käthe Sasso wurde 1926 in Wien geboren, wuchs als Kleinkind bei ihrer Großmutter im Burgenland auf und lernte die kroatische Sprache. Ihr Vater war Sozialdemokrat und als “Schutzbündler” eingekerkert. Er wandte sich aus Enttäuschung über den 12. Februar 1934 dem kommunistischen Wiederstand zu.

Käthe Sasso ist bereits als Fünfzehnjährige in der Wiederstandsgruppe “Gustav Adolf Neustadt” aktiv. Einige Mitglieder der Gruppe wurden später wegen “Hochverrats” hingerichtet.

Nachdem Käthe von einem Spitzel denunziert wurde, wird sie am 21. August 1942 verhaftet. Nach Inhaftierung in mehreren Gefängnissen entkommt sie auf Grund ihrer Minderjährigkeit zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung dem Todesurteil. Sie wird im September 1944 nach Berlin gebracht, wo sie zwei Wochen lang (gemeinsam  mit im Zuge des Hitler-Attentats eingesperten Reichstagabgeordneten aller Parteien) inhaftiert wird. Danach wird Käthe Sasso in das KZ Ravensbrück deportiert, wo sie bis zum Todesmarsch in Richtung Bergen-Belsen am 28. April 1945 bleibt. In der ersten Nacht des Todesmarsches, nahe Wustrow, gelingt Käthe gemeinsam mit ihrer Freundin Mizzi Bosch die Flucht aus der Gruppe und anschließend die Rückkehr nach Wien. Käthe heiratete im Jahr 1946 Josef Sasso, einen österreichischen Wiederstandskämpfer.

Ihr besonderes Anliegen ist, im Ehrenhain der “Gruppe 40″ des Wiener Zentralfriedhofs die Erinnerung an die vom Volksgerichtshof verurteilten und in Wien hingerichteten Wiederstandskämpfer wachzuhalten.

 

Veranstalltung in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Eintritt: 4,- € / erm. 3,- €

Inspiration Theater

Kategorie: 2012, Ausstellungen

16.02.-10.03.12


Malerei, Grafik, Fotografie, Textiles, Objekte

von Traude Feldschuh, Barbara Kessler, Michaela Meyer-Michnay


Vernissage: 16.02.12, Donnerstag, 19.00 Uhr

Finissage: 10.03.12, Samstag, 15.00 Uhr

189. Ausstellung

 


Traude Feldschuh, geboren 1945 in eine Grossfamilie mit viel Musik und Theater, lebt und arbeitet in Wien.

“Die Liebe zu den Künsten wurde mir in die Wiege gelegt, das besondere Verständnis für die bildende Kunst erwarb ich mir durch mein Interesse und die langjährige Ehe mit einem Künstler- Kunsterzieher. Diese Schule des Sehens hat mich zur Fotografie gebracht.

Die Fotografie ist das einzige künstlerische Medium das für mich nur dem Augenblick verpflichtet ist, diesem `Klick`, und das reizt mich!“
Traude Feldschuh

1959-62 Höhere Bundeslehranstalt für das Bekleidungsgewerbe Michelbeuern-Wien
1966 Meisterprüfung
1968 Modeatelier
1986 Mitbegründerin des Frauenclub Alpha Wien
1987 ehrenamtliche Galerieleitung und Kuratorin im Frauenclub Alpha
ab 2004 unabhängige Kuratorentätigkeit
ab 2008 Beschäftigung mit digitaler Fotografie
April 2011 Ausstellungsbeteiligung Haus Wittgenstein, Wien
September 2011 Ausstellung im eigenen Atelier
Dezember 2011 Ausstellungsbeteiligung Old Museum of Jaffa, Israel

Installation, 2010

Installation, 2010, 60 x 80 cm

Graffiti 15b, 2011, 60 x 90 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Barbara Kessler, Kostümbildnerin, absolvierte zunächst eine Schneiderlehre und studierte dann Modedesign in Hamburg und anschließend Kostüm- und Bühnenbild an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Martin Rupprecht. Sie arbeitete für Festivals, Theater, Film, Oper, Tanz und Musical in Deutschland, der Schweiz, USA und in Japan. Außerdem unterrichtete sie Kostümgeschichte und gab Seminar in Dresden, Hamburg, Köln und Berlin. Zudem präsentierte sie freie Arbeiten in Performances und Ausstellungen in Tokio und Berlin. Tätig für die Schauspielbühnen Stuttgart.
“Der Mensch und sein Kleid. Seine äußeren Häute gehen mit ihm eine Symbiose ein, erzeugen ein Bild, eine Maske, eine Hülle, einen Schutz. In vielen Formen habe ich mich damit auseinander gesetzt. In der Herstellung von Kleidung (Lehre), im Entwurf für das Theater, die Bühne und in seiner über tausendjährigen Geschichte: `das Bild des Menschen in seinem Kleid-Kostüm`. Andere Kulturen, andere Grundideen: Japan und sein Kimono, ein Wickelgewand. Fasziniert vom Weg der Fläche zum Räumlichen. Die Form in seiner Abstraktion weitergeführt im Schnitt, als Linie, geschnitten aus Papier oder textilen Materialien. In der Malerei auf Schnittmusterbögen: Schnittmuster als Grundriss sind die Statik des Kleides.
Worte entstehen wie von selbst: Vermessung des Körpers, Häutungen, äußere Haut – innere Lebenshäute, Hülle, umhüllen, verhüllen, Kleiderschnitte verschnitten, verletzen, rot, Lebensfaden – Fadenlauf … SIE + ER … ich”

Kleid

Japanpapier

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Michaela Mayer-Michnay, Kostümbildnerin, 1955 in Graz geboren.
In der 70ern studierte an der dortigen Universität Bühnenbild und Kostümgestaltung.
1977-1979 hatte sie ihr erstes Engagement am Stadttheater Solothurn in der Schweiz und wechselte danach an die Städtischen Bühnen Graz. 22 Jahre lang wahr sie dort und gestaltete Kostüme für Schauspiel, Oper, Operette, Musical und Ballett. Sie arbeitete in dieser Zeit mit Regisseuren wie Martin Kušej, Bernd Jeschek und Peter Konwitschny zusammen und war als Gast am Schauspiel Düsseldorf, an der Semperoper Dresden und dem Staatstheater Saarbrücken tätig.
Seit 1996 beschäftigt sie sich mit »Textilem Grenzland«, was sowohl die Auseinandersetzung mit Tracht im weitesten Sinne als auch die Verwendung textiler Techniken zur Inszenierung eines Themas beinhaltet.
An der Komischen Oper Berlin entwarf Michaela Mayer-Michnay die Kostüme für die Konwitschny-Produktionen »Don Giovanni«, »Così fan tutte« und »Das Land des Lächelns«.
Rege Gastspieltätigkeit, diverse Preise, Ausstellungen, Produktionen im Rahmen des “steirischen herbstes” und der “styriarte”.

Mitango

Narr aus "König Lear"