Im Oktober 2010

POSITIONEN 1960-2010 | GEDOK Berlin

Kategorie: 2010, Ausstellungen

30.10.-20.11.2010

Zwischen handwerklicher Perfektion und der Visualisierung verschiedenster Konzepte verbinden künstlerische Ideen Material mit Struktur, Licht, Raum und Sprache.

Im Rahmen des GEDOK-Projektes Positionen 1960-2010.

Vernissage am 29. Oktober, Freitag, 19.00 Uhr.

Es sprechen Ilse-Maria Dorfstecher (Inselgalerie), Erika Großmann (erste Vorsitzende GEDOK Berlin), Alice Ströver (MdA, Kultur- und Medienpolitische Sprecherin Fraktion Bündnis90/Die Grünen, Versitzende des Ausschusses für kulturelle Angelegenheiten), Dr. Birgit Möckel (Kuratorin der Ausstellung).

Musik: Sylvia Hinz – Flöte

Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance

Gefördert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und dem Künstlerinnenprogramm der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, unterstützt durch die Medienpartnerschaft von tageszeitung und Deutschlandradio Kultur

Lesung & Gespräch

Kategorie: 2010, Veranstaltungen

21.10.2010, Donnerstag, 19.00 Uhr

Herma Kennel liest aus ihrem Tatsachenroman “Die Welt im Frühling verlassen” über eine tschechische Widerstandsgruppe.

 

August 1944. Junge tschechische Zwangsarbeiter fliehen aus Wien, um in Mähren mit Gleichgesinnten eine Widerstandsgruppe aufzubauen. Die 21-jährige Božena, angestellt im Arbeitsamt einer Kleinstadt, fälscht Arbeitsbücher für die Mitglieder: Sie sollen damit bei Kontrollen der Gestapo unverdächtig bleiben. Božena fälscht auch das Arbeitsbuch für Jaroslav – bald schon verlieben sich beide ineinander. Die Partisanengruppe führt einen verzweifelt einsamen Kampf gegen die Übermacht von SS und Staatspolizei im Protektorat. Als zugesagte Waffenlieferungen aus England ausbleiben, „überfallen“ die jungen Männer nach Absprache mit den Gendarmen tschechische Gendarmeriestationen: Sie hoffen, so an Waffen zu gelangen. Dabei geraten sie jedoch ins Visier der Gestapo. Jaroslav bittet Božena, unterzutauchen. Sie aber bleibt tapfer an ihrem Arbeitsplatz, um alle Hinweise auf Mitglieder der Widerstandsgruppe – auch auf Jaroslav – rechtzeitig vernichten zu können. Da schlägt die Gestapo zu: Das Verhängnis nimmt seinen Lauf …
Ein erschütternder Tatsachenroman über Zivilcourage, Kampf und Verrat, aber auch die Geschichte einer Liebe zweier Menschen in Zeiten des Krieges. Dem Roman liegen sorgfältige Recherchen Herma Kennels zugrunde: Zusammen mit Jaroslav war sie mehrmals an den Orten der Geschehnisse und sprach dort mit überlebenden Mitgliedern der Widerstandgruppe, mit Freunden und Bekannten der Protagonisten und mit Dorfbewohnern. In Archiven sah sie außerdem Akten, Dokumente und Unterlagen ein. (Redaktion des Verlages)

Herma Kennel stammt aus Pirmasens nahe der deutsch-französischen Grenze. Nach ihrer Ausbildung zur Kindergärtnerin besuchte sie die Freie Akademie Mannheim, arbeitete im elterlichen Betrieb und danach für drei Jahre beim Ministerrat der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel. Von 1972-1974 studierte sie an der Hochschule für Politik in München. Mit ihrem Ehemann lebte sie von 1979-1983 in Bukarest/Rumänien. Dort fand 1980 auch ihre erste Ausstellung mit naiven Bildern statt. Danach hatte sie Einzelausstellungen in Belgrad, Zagreb, Wien, Kopenhagen, Luxemburg, Straßburg, Bonn, Brüssel, Genf und München. Seit 1998 lebt Herma Kennel mit ihrem Mann in Berlin. Zwischenzeitlich verbrachte sie zwei Jahre in Brünn/Tschechische Republik. Ab dem Frühjahr 2008 lebt sie nicht nur in Berlin, sondern auch wieder in Bukarest/Rumänien.

Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Eintritt: 4,- € /erm. 3,- €

Ein Mandelbaum sein…

Kategorie: 2010, Veranstaltungen

12.10.2010, Dienstag, 19.00 Uhr

Blanche Kommerell gestaltet einen Abend mit Werken von Hilde Domin

Hilde Domin

Hilde Domin

In der Lesung werden die zarten und leisen, die schmerzvollen und hoffnungsvollen Worte der Dichterin Hilde Domin zu hören sein. Sie hat versucht, den schweren Ereignissen in ihrem Leben: Verfolgung und Flucht, Leiden und Verlust eine poetische Stimme zu geben – und hat sie damit aufgehoben für unsere Zeit. Hilde Domin, 1909 in Köln geboren, hat 1933 Deutschland verlassen und nach mehreren Stationen ihrer Emigration viele Jahre in der Dominikanischen Republik gelebt. Erst 1951 begann sie zu schreiben; 1959 erschien ihr erster Gedichtband Nur eine Rose als Stütze. 1961 kehrte sie nach Deutschland zurück; sie starb, nach der Veröffentlichung zahlreicher Gedichtbände und geehrt mit vielen Preisen, 2006 in Heidelberg.

“Ein Schriftsteller braucht drei Arten von Mut. Den, er selber zu sein. Den Mut, nichts umzulügen, die Dinge beim Namen zu nennen. Und drittens den, an die Anrufbarkeit der anderen zu glauben.” Hilde Domin

Blanche Kommerell

Blanche Kommerell

Blanche Kommerell wurde 1950 in Halle/Saale geboren, studierte Germanistik und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und erhielt ihre Schauspielausbildung an der Staatlichen Schauspiel-schule Berlin und am Berliner Ensemble. Es folgten Engagements an Theatern in Potsdam, Leipzig, Magdeburg und am Maxim Gorki Theater und Deutschen Theater Berlin und Mitwirkung in vielen Film und Fernsehspielen. 1990 erfolgte der Lehrauftrag für Sprache und Schauspiel an die Universität Witten-Herdecke, sie baute das Studententheater auf und inszenierte Shakespeare, Goldoni, Tschechow, Miller und Brecht.

Eintritt: 4,- € /erm. 3,- €

Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung durch die Senatskanzlei, Kulturelle Angelegenheiten – Künstlerinnenprogramm