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Im Juni 2010

FrauenGESCHICHTEn

Kategorie: 2010, Veranstaltungen

29.06.2010, Dienstag, 19.00 Uhr

55. EFAK-Lesung

Anja Fliess liest aus Irmtraut Morgners Roman »Rumba auf einen Herbst«.
1963-65 geschrieben, 1966 beim AUFBAU-Verlag angekündigt und im gleichen Jahr verboten – nach ihrem Tod 1992 erschienen.

Eine Kritik zu dem Roman in “Der Zeit”

Irmtraut Morgner, geb. 1933 Chemnitz, studierte Germanistik, Literaturgeschichte. Redaktions-Assistentin der DDR-Literaturzeitschrift ndl. Ab 1958 freie Schriftstellerin. Sie starb 1990.
Preise (Auswahl):
1975 HEINRICH-MANN-Preis
1976 Nationalpreis der DDR 3.Klasse
1984 HROSWITHA-VONGANDERSHEIM Literatur-Preis
1989 Literaturpreis für grotesken Humor der Stadt Kassel
Irmtraut Morgner sah HOCHZEIT IN KONSTANTINOPEL – woraus Anja Fliess am 18. Mai las – als ihr erstes gültiges, gedrucktes Werk an – nicht an Forderungen von außen angepasst. Jedoch gab es vorher den Roman RUMBA AUF EINEN HERBST, der zwar vom Verlag angekündigt, aber nicht gedruckt wurde. Irmtraut Morgner verwendete in fast allen späteren Büchern Figuren und Passagen aus diesem Roman.

Anja Fliess, geboren in Hessen, lebt nach Schauspielstudium (in New York) seit 1990 freischaffend in Berlin.
Lesungen seit 2005 im Projekt OSTARBEITER / BERLINER UNTERWELTEN. Spielt u.a. in Ost-West-Revue im Kleinen Theater, LUISE MILLERIN im Ballhaus, MANUELA-Musical.
Las in dieser Reihe bereits Texte von SARAH KIRSCH und MAXI WANDER, auch bereits von IRMTRAUD MORGNER.

Die FrauenGESCHICHTEn werden seit März 2005 in der Inselgalerie gelesen. Es geht um Zeitgeschichte aus dem Erleben und der Sicht von Frauen, um das nach dem Krieg von vielen – auch und besonders Intellektuellen – getragene Bemühen, im Osten Deutschlands im Gegensatz zum Nazi-Regime einen neuen, antifaschistischen,  demokratischen Staat aufzubauen; aber auch um Enttäuschungen und versteckte oder offene Kritik.

Förderung durch HELLE PANKE e.V. Berlin

Eintritt: 4,- €/3,- €

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28.06. || Galeriegespräche

Kategorie: 2010, Veranstaltungen

28.06.2010, Montag, 19.00 Uhr

Jeden letzten Montag im Monat

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22.06.2010 || Lesung & Gespräch – Maria Becker

Kategorie: 2010, Veranstaltungen

22.06.2010, Dienstag, 19.00 Uhr

Maria Becker spricht über Kinderliteratur und Kinderbuchautoren der DDR.

Kinderliteratur in der DDR
In den 1950er und 1960er Jahren war die Kinderliteratur der DDR von positiven Helden bestimmt und Spiegelbild eines zumeist schöngefärbten sozialistischen Alltags. Doch seit den 1970er Jahren zeigten zahlreiche AutorInnen ein neues, durch Individualität geprägtes Kinderbild, beschrieben gesellschaftskritische Fragen und Probleme. Weil die Kinderliteratur nur wenigen ideologischen Eingriffen unterlag, konnten engagierte Literaten heikle Themen oft schneller und besser aufgreifen, als es in der Erwachsenenliteratur oder auch im Bereich der Medien üblich war. Die Entwicklung kinderliterarischer Darstellungsmuster, Möglichkeiten und Grenzen im Kontext offizieller Zensurinstanzen und Handlungsstrategien sowie exemplarische Textauszüge renommierter Literaten bilden den thematischen Rahmen der Veranstaltung.

Maria Becker

Maria Becker

Maria Becker
• geboren 1979 in Halle (Saale)
• Studium: Lehramt auf Primarstufe an der Technischen Universität Dortmund
• seit 2006 Promotion am Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund, Dissertationsthema »Kinder- und Jugendliteratur der DDR im Spannungsfeld der Systeme. Aufgezeigt an autobiographischen Erzählungen ausgewählter AutorInnen«
• seit 2008 Lehre am Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund

Kinderliteratur und Kinderbuchautoren der DDR sind westdeutschen Lesern weitgehend fremd. Auch in der Fachwissenschaft wird das Thema eher marginal behandelt. Als Studierende schrieb ich in einem Germanistik-Seminar eine Hausarbeit über die Entwicklungsgeschichte der DDR Kinderliteratur. Weil ich selbst bis September 1989 in Halle an der Saale lebte und so immer ein halbes Bein im Osten fühle, war das der Beginn einer langjährigen universitären Vertiefung dieses Gegenstands. Mein Promotionsthema war folglich schnell beschlossen, denn für mich ist es ein spannendes Forschungsprojekt und zugleich eine sachliche und immer auch emotionale Reflexion meiner eigenen Geschichte.

Förderung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Eintritt: 4,- € /erm. 3,- €

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